Christkindlmarkt: Ladeninhaber ärgern sich über versperrte Durchgänge
Keine schöne Bescherung

Weiden. (mte) Eigentlich hatten sich die Geschäftsinhaber rund um das Alte Rathaus schon mit der Situation abgefunden. Doch dann erschien der Vorbericht zum Christkindlmarkt im "Neuen Tag". Er befeuerte das Hoffen auf Veränderung der Budenstadt vor dem Schaufenster. Vergebens. Am Donnerstag beginnt der Markt - und einige Händler sind bitter enttäuscht.

Seit Sonntag baut sich die Budenstadt vor dem Alten Rathaus auf. Und seitdem sind die Geschäftsleute Harald Sauer und Toni Flück auf der Suche. Wonach? "Nach der versprochenen Durchlässigkeit der Wagenburg", sagt Sauer und beruft sich auf den Vorbericht "Bunt-bewährte Budenstadt" zum Christkindlmarkt, der am Samstag im "Neuen Tag" erschien. Darin versprach Gerhard Donhauser von der Arbeitsgemeinschaft Weidener Jahrmärkte und Volksfeste etwas mehr Durchlässigkeit seitens des Marktes hin zu den umliegenden Läden. Konkret: Donhauser wollte zum Weinhandel "Hänsel & Gretel" einen weiteren Durchgang schaffen.

Es geht um die Existenz

"Passiert ist nichts. Der Markt steht original wie letztes Jahr", sagt Sauer. 1,05 Meter Raum bleibe zwischen den Buden. "Links und rechts haben die Händler noch Bäumchen aufgestellt und geschmückt." Die Folge: Nun komme keiner mehr raus aus dem Netz, das die Marktkaufleute auf ihre Kunden werfen würden wie Fischer über ihre Beute.

Rückblick: In den vergangenen drei Jahren hatte es immer wieder Dissonanzen gegeben, weil sich durch die Rückwände der Buden vor allem Geschäftsinhaber auf der Südseite des Oberen Marktes vom weihnachtlichen Treiben abgeschnitten fühlten. Sauer sagt dazu: "Ich gelte als ewiger Querulant, weil ich gegen diese hässliche weiße Bretterwand vor meinem Geschäft kämpfe. Aber hier geht es um meine Existenz." Große Umsatzeinbußen müsse der Inhaber von "Harry's Men Fashion" während des Christkindlmarktes hinnehmen.

Ähnlich geht es Toni Flück von nebenan im "Hänsel & Gretel" (Kaffee, Wein, Wohnaccessoires): "Man ist hinter den Buden versteckt." Buden übrigens, die Gäste immer wieder hart kritisieren würden wegen ihres eintönigen Angebots, das vornehmlich aus Socken, Glühwein und Würstchen bestünde. Hier sieht Flück also Handlungsbedarf. Zugleich äußert er Verständnis für die Marktkaufleute: "Klar wollen sie ihr Geld verdienen. Wir aber auch."

Wunsch: Alle an einen Tisch

Deshalb lautet Flücks Vorschlag zur Güte: "Wir setzen uns zusammen und entwickeln ein Konzept, das uns gegenseitig stärkt." Sauer plädiert etwa für Buden, die Rücken an Rücken stünden. Das und ähnliches soll an einem Tisch diskutiert werden - mit Händlern, Schaustellern und vor allem mit der Stadt. Sauer: "Gerade auf das Einwirken dieser Seite hoffe ich."
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