CIA-Spitzel "aus Langeweile"

Ein Ex-Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) hat vor dem Münchener Oberlandesgericht eine Spitzel-Tätigkeit für den US-Geheimdienst CIA eingeräumt. Der 32-Jährige begründete dies zu Prozessbeginn am Montag mit Frust, Langeweile, Unzufriedenheit und Unterforderung an seinem Arbeitsplatz. "Im BND hatte ich den Eindruck: Da hat man mir nichts zugetraut", sagte er und fügte hinzu: "Bei der CIA war das halt anders. Da konnte man sich beweisen." Der Angeklagte gab zu: "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mir das nicht gefallen hätte."

Die Bundesanwaltschaft wirft dem 32-Jährigen Spionage für die CIA sowie für den russischen Geheimdienst vor, konkret: Landesverrat, die Verletzung von Dienstgeheimnissen und Bestechlichkeit. Der Mann war im Juli 2014 festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
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