Costa-Kapitän sagt aus

Der Unglückskapitän der Costa Concordia hat bei seiner ersten Aussage vor Gericht die gefährliche Kursänderung des Schiffs gerechtfertigt. Die Tatsache, dass das Schiff so nahe an die Insel Giglio gefahren sei, habe auch kommerzielle Gründe gehabt, sagte Francesco Schettino am Dienstag vor Gericht im toskanischen Grosseto. Zudem habe er damit einem Kellner einen Gefallen tun wollen, der von der Insel stammt.

Die Reederei habe er über die Kursänderung nicht informieren müssen. Bei dem Manöver, das als Spektakel für die Passagiere galt, hatte die Costa am 13. Januar 2012 einen Felsen gerammt. 32 Menschen starben, darunter 12 Deutsche. Schettino muss sich seit knapp eineinhalb Jahren wegen fahrlässiger Tötung verantworten.
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