CSU: Aufgaben gut gelöst

Die CSU-Fraktion im Landtag sieht keine Notwendigkeit, weitere Maßnahmen zum Erhalt kleiner Schulstandorte zu ergreifen. Im Bildungsausschuss lehnte sie ein Antragspaket von Grünen und Freien Wählern ab.

"Es gibt sicher noch Herausforderungen, aber die Staatsregierung unternimmt bereits gewaltige Anstrengungen, damit auch die kleinen Schulen erhalten bleiben", sagte die CSU-Abgeordnete Carolina Trautner. Sie verwies dabei unter anderem auf den Demografie-Zuschlag für schrumpfende Schulen bei der Lehrerzuteilung, die Erhöhung der mobilen Lehrerreserve und Zusatzstunden für jahrgangsübergreifende Kombi-Klassen. Die Opposition hielt das für nicht ausreichend, um die von Ministerpräsident Horst Seehofer versprochene Grundschulgarantie zu verwirklichen. Diese sei bislang weder rechtlich noch finanziell unterlegt, klagte Grünen-Bildungssprecher Thomas Gehring. Der Blick auf die vielen ums Überleben kämpfenden Standorte zeige dies. Günther Felbinger (Freie Wähler) ergänzte, es gebe vor allem an kleinen Schulen "Mängel, die zum Himmel stinken".

Neue Wege beschreiten

Ihr Maßnahmenbündel für den Erhalt kleiner Landschulen hatten die Grünen in fünf Anträge gepackt. "Wir müssen für den Erhalt kleiner Schulen auf dem Land neue Wege beschreiten", begründete Gehring die Initiativen. Nötig seien unter anderem Modellversuche, wie kleine Schulen langfristig durch neue organisatorische und pädagogische Konzepte bei hoher Bildungsqualität gesichert werden könnten. Ein solches Modell könnte eine Kombi-Klasse für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 sein. Die Freien Wähler forderten den zumindest stundenweisen Erhalt der Sekretärinnenstellen auch an Kleinstschulen. Derzeit fallen diese Stellen an Schulen mit weniger als vier Klassen komplett weg. Verwaltungsaufgaben müssten dann von der Schulleitung übernommen werden.
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