Dachverband warnt vor zu schnellem Wechsel
Kassen in Sorge

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat Beitragszahler vor einem übereilten Wechsel ihrer Krankenkasse gewarnt. Die Versicherten sollten nicht nur auf die Höhe des Zusatzbeitrags achten, sondern auch die unterschiedlichen Leistungen berücksichtigen, sagte der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Florian Lanz. "Das Gesamtpaket muss stimmen."

Die gesetzlichen Krankenkassen können vom 1. Januar an wieder über einen Teil der Beiträge selbst bestimmen. Dazu wird der bisherige allgemeine Beitragssatz um 0,9 Punkte auf 14,6 Prozent gesenkt. Auf diesem Niveau ist es den Kassen dann möglich, einen Zusatzbeitrag zu erheben, dessen Höhe sie selbstständig festlegen können. "Mit der gesetzlichen Umstellung bei der Kassenfinanzierung sind Zusatzbeiträge die neue Normalität", erklärte Lanz.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) verspricht sich dadurch mehr Wettbewerb unter den Kassen. Denn die Mitglieder bekommen mit der Neuregelung ein Sonderkündigungsrecht, wenn ihre Krankenversicherung einen Zusatzbeitrag einführt oder ihn erhöht.
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