Dank und gute Vorsätze

Vor dem Hintergrund der heftigen Auseinandersetzungen im Ammerthaler Gemeinderat kam den letzten Wortmeldungen in der öffentlichen Sitzung besondere Bedeutung zu.

"Es ist gute Tradition, vor Weihnachten ein paar Worte des Dankes an Sie zu richten", begann Bürgermeisterin Alexandra Sitter-Czarnec den Reigen der abschließenden Redebeiträge. "Ich bedanke mich für die zumeist gute Zusammenarbeit", sagte sie, "und ich freue mich trotz aller Meinungsverschiedenheiten auf viele neue Projekte im nächsten Jahr." Mario Flierl von der UWG gab den Dank an die Rathauschefin zurück. Er lobte besonders die Mitarbeiter der Verwaltung. "Sie haben hervorragende Arbeit geleistet." Ähnlich äußerte sich Dr. Hans Lang im Namen des Bürgerforums.

"Ich schließe mich dem Dank an Verwaltung und Bauhof an", erklärte Gerhard Schuller für die CSU. Er wolle besonders die Arbeit der Vereine würdigen. Es sei heute nicht mehr selbstverständlich, "sich vorne hinzustellen", wenn es um das Gemeinwohl gehe. Ganz konnte sich Schuller jedoch einen Seitenhieb auf UWG und BFA nicht verkneifen. Es liege wohl an der neuen Mehrheit, wenn nicht an einem Strang gezogen werde.

Eine neue Diskussion über diesen Exkurs entbrannte nicht, weil CWG-Sprecher Georg Paulus flugs das Wort ergriff und allen "ruhige Tage wünschte, in denen man Kraft schöpfen kann." Möglicherweise ist das dringend nötig. Denn nach dem Dank und den guten Vorsätzen stand erst der umfangreiche nichtöffentliche Teil der Sitzung an. (upl)
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