"Das beste Mittel gegen Blutkrebs sind Sie"

Blutkrebs stellt den Oberbegriff für bösartige Erkrankungen des Knochenmarks beziehungsweise des blutbildenden Systems dar. Die normale Blutbildung wird durch die unkontrollierte Vermehrung von ent-arteten weißen Blutzellen gestört.

Das Blut kann dadurch lebensnotwendige Aufgaben nicht mehr erfüllen: Infektionen bekämpfen, Sauerstoff transportieren, Blutungen stoppen. Nur drei Beispiele von vielen. "Das beste Mittel gegen Blutkrebs sind Sie." Mit diesem Slogan wirbt die Fremdspenderdatei DKMS um neue Spender. Jeder, der zwischen 18 und 55 Jahre alt ist und an keiner chronischen Erkrankung leidet, kommt als Spender infrage.

Um potenzieller Lebensretter zu werden, kann man entweder einen Abstrich der Mundschleimhaut an eine Fremdspenderdatei schicken (Set zum Beispiel über DKMS erhältlich), oder sich bei Typisierungsaktionen mit Hilfe einer Blutentnahme registrieren lassen. Dazu werden die Gewebemerkmale analysiert und beim Zentralen Knochenmarkspenderregister Deutschland für die weltweite Suche nach Stammzellspendern hinterlegt.

Wer als Spender infrage kommt, wird umgehend von der gewählten Fremdspenderdatei benachrichtigt. Allerdings ist dies nur bei sogenannten genetischen Zwillingen der Fall. Dafür müssen die HLA-Merkmale des Spenders mit denen des Patienten zu 100 Prozent übereinstimmen. "HLA steht für Humane Leukozyten-Antigene - man spricht auch umgangssprachlich von Gewebemerkmalen", erklärt die DKMS.

Es gibt zwei Arten:

Bei der Knochenmarkspende wird dem Spender unter Narkose ein Blut-Knochenmark-Gemisch aus dem Beckenknochen entnommen. Der Eingriff dauert rund 60 Minuten, im Normalfall bleibt der Spender zwei bis drei Tage in der Klinik und gönnt sich danach ein paar Tage Ruhe.

Bei der peripheren Stammzellspende wird dem Spender über fünf Tage hinweg der Wachstumsfaktor G-CSF verabreicht. "Dieses Medikament steigert die Anzahl der Stammzellen im peripheren Blut, die dann über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Blut gewonnen werden. Die Spende dauert vier bis acht Stunden an ein bis zwei aufeinanderfolgenden Tagen."

Welches Verfahren angewandt wird, kommt auf das jeweilige Krankheitsbild des Patienten an.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.dkms.de/de
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