Das neue Forstzentrum in Rieden: "Vilstalzentrum" als Ausbildungsstätte, Revier-, Büro- und ...
Nachhaltigkeit auch beim Bau Trumpf

(sön) Das neu errichtete "Vilstalzentrum" wurde am vergangenen Freitag eingeweiht. Es sei als Ausbildungsstätte, Revier-, Büro- und Verwaltungssitz, Wildkammer und Schlechtwetterarbeitsplatz für Waldarbeiter zu sehen, "ein echtes multifunktionales forstliches Zentrum auf dem neusten Stand der Technik," so Reinhardt Neft, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten. Das forstliche Zentrum solle ab sofort die vier Revier-Sitze Taubenbach, Wolfsbach, Ensdorf und Kastl-Ensdorf sowie den für diese Reviere zuständigen Einsatzleiter für Unternehmereinsätze vereinen, führte Forstbetriebsleiter Thomas Verron aus. Für den an Wald und Holz interessierten Bürger werde es damit künftig nur noch eine zentrale Anlaufstelle im Raum geben.

Zentrale Kühlkammer

Gleichzeitig werde in den Gebäudekomplex die zentrale Lehrlingsausbildung für künftige Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten integriert. Eine zentrale Wild-Kühlkammer trage den strengen Hygienevorschriften zur Vermarktung des Bioprodukts Wildbret Rechnung.

Riedens Bürgermeister Erwin Geitner nannte das Forstzentrum "eine Bereicherung für sie Marktgemeinde." Zunftgemäß errichteten die Bayerischen Staatsforsten ein Gebäude in Holzbauweise, so Thomas Verron. Der nachhaltig wachsende Rohstoff verkörpere die Unternehmensphilosophie des "nachhaltigen Wirtschaftens." Plangenau und in einer wahrlich meisterlichen Bauzeit sei das Gebäudekonstrukt für jedermann sichtbar geworden, lobte er.

Architekt Roland Weigl ging detailliert auf die Entstehung des Zentrums im typisch Oberpfälzer Baustil - drei einfache, langgestreckte eingeschossige Baukörper mit Steildach ohne Dachüberstand - ein. Bei einer Nutzfläche von etwa 320 Kubikmetern mit circa 2000 Quadratmetern umbautem Raum lägen die Kosten bei netto 580 000 Euro plus 70 000 Euro für die Außenanlagen. Die Fassade sei nach Funktion gestaltet, so der Architekt: eine Putzfassade im Büro-/Verwaltungsbereich, eine Holzfassade im Werkstattbereich mit Wildkammer.

Neueste Technik

Das Gebäude sei mit einem Pellets-Heizkessel und Fußbodenheizung ausgestattet, die IT-Technik sei ebenso wie die Wildkammer auf dem neuesten Stand der Technik.

Architekt Roland Weigl betonte: "Die Bayerischen Staatsforsten haben sich den Begriff der Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen geschrieben. Daher ist der Baustoff Holz natürlich das wichtigste Baumaterial."
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