Das Studium an der OTH Amberg-Weiden bietet alle Möglichkeiten, doch echte Motivation ist ...
Beruf muss immer auch Leidenschaft sein

Weiden/Amberg.(tt) Die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) ist sich ihrer Stärken bewusst: Praxisnähe und ein enger Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden. Dass dieses Erfolgskonzept aufgeht, beweisen etwa die Lebensläufe zweier ehemaliger Absolventen. Professor Dr. Günter Schicker (41) hat die "Seiten gewechselt" und unterrichtet heute in Weiden an der Fakultät Betriebswirtschaft selbst, Christian Walter (38) hat gemeinsam mit zwei Kommilitonen eine erfolgreiche Marketing- und Werbeagentur aufgebaut, die heute 20 Mitarbeiter beschäftigt.

Noch heute dankbar

"Für meinen Erfolg war auf jeden Fall mein Studium an der Fachhochschule von großer Bedeutung", berichtet Walter, der im Jahr 2004 als Diplom-Betriebswirt in Weiden sein Studium abschloss. "Was mir besonders geholfen hat, war die Nähe zu den Professoren", erinnert sich der Bärnauer, dessen Agentur "C 3" ihren Hauptsitz in Tirschenreuth hat. "Ich habe von Anfang an ein Gefühl der Annahme und - ja: Wärme empfunden. Für die Unterstützung, die mir damals zuteil wurde, bin ich meinen Professoren noch heute zu Dank verpflichtet." Vieles von dem, was er während des Studiums gelernt habe, könne er heute noch tagtäglich verwenden. "Als klassische Marketing- und Werbeagentur haben wir einen strategisch-konzeptionellen Ansatz. Dazu haben wir während des Studiums viel Input von der Fachhochschule bekommen, den wir in unserer Arbeit gut verwerten konnten."

Ihm persönlich sei aber auch die vorausgegangene Ausbildung zum Bankkaufmann sehr hilfreich gewesen. Walter ist vom praxisorientiertem Studium an der OTH überzeugt, Studienaspiranten empfiehlt er aber, ihrem Herzen zu folgen: "Man muss vom Studium und vom Fach auch wirklich überzeugt sein. Nur so kann ich die extra Meile gehen, die nötig ist um Freude und Erfolg zu haben." Letztlich müsse jeder auch an seinen Zielen und Träumen festhalten und dürfe sich nicht von Rückschlägen entmutigen lassen. Er wollte schon als Student selbstständig werden und habe nach dem Studium diesen Weg fortgeführt, "ohne jemals eine Bewerbung geschrieben zu haben."

Studium kein Selbstzweck

In die gleiche Kerbe schlägt auch Professor Dr. Günter Schicker: "Es ist ein Unterschied, ob Sie ein Studium aufnehmen, weil Sie mit der Schule fertig sind und eben ,was studieren' wollen, oder wirklich Freude am Fach und am Lernen haben. Ich bin überzeugt: Man sollte nur das studieren, wofür man sich begeistert. Nur echte Motivation führt zum Ziel und gibt auf Dauer Erfüllung im Leben." Wer sich aber ins Zeug lege, der werde auch belohnt: "An der Hochschule hier sind die Studenten für den Professor viel sichtbarer als an anonymen Universitäten." Das sei ein echter Vorteil.

Schicker, der 1999 ebenfalls als Diplom-Betriebswirt abschloss, führt sich selbst als Beispiel an: "Ich war von Anfang an vom Fach und vom Studienbetrieb begeistert. Die Professoren hatten jederzeit eine offene Tür für uns. Wir waren wie eine Familie." Die intensive Betreuung durch die Professoren hätten ihm schließlich auch viele Türen geöffnet - "ganz konkret erhielt ich so meine Praktikumsstellen, ein Auslandsstipendium und schließlich auch eine Anstellung bei einer Top-Unternehmensberatung." Dafür sei er immer noch dankbar. Diese Art der Betreuung sei einmalig und von Unis herkömmlicher Prägung nicht zu imitieren. "Ich glaube, dass viele gute Abiturienten gar nicht wissen, welche attraktiven Möglichkeiten an der OTH existieren."

(Der nächste Beitrag zum Jubiläum der OTH erscheint am Mittwoch, 15. Oktober, und porträtiert die Fakultät Betriebswirtschaft.)
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