Das wunderbarste Geschenk wirkt nicht richtig, wenn es lieblos verpackt ist
Schön verschnürt ist halb gewonnen

Kaum rücken die Weihnachtsfeiertage näher, beginnt für viele der Stress: Es gilt, für jeden das passende Geschenk zu finden - und es dann auch noch hübsch zu verpacken. Doch gerade am Geschenkpapier scheiden sich oft die Geister.

Während für den einen die Verpackung ein Wegwerfprodukt ist, machen andere regelrechte Kunstwerke daraus. "In dieser hektischen und überladenen Weihnachtszeit sollte eigentlich generell das Motto gelten: Weniger ist mehr", propagiert Martina Hochstein aus Spardorf, Autorin mehrerer Ratgeber zum Thema "Geschenke verpacken".

"Wenn unter dem bunten Christbaum auch noch knallbunte, gemusterte Geschenke mit kitschigen Weihnachtsmotiven liegen, dann tun einem ja die Augen weh." Auf Farbharmonie sollte deshalb geachtet werden, rät Verpackungsspezialist Gerhard Käppler. "Außerdem sollten Inhalt und Verpackung zueinander passen", so Käppler. Ein luxuriöses Geschenk mit Bast umwickelt kann schnell als Stilbruch empfunden werden.

"Ein edler Gegenstand muss doch auch schön präsentiert sein, um entsprechend gewürdigt zu werden", stimmt Susanne Kammer von einem Hersteller zu. Von ganz billigem Papier rät sie aus Prinzip ab, weil das oft schon beim Einpacken reißen oder knicken könne. "Sonst denkt der Beschenkte noch, man benutzt das Papier vom letzten Jahr!"

Ob dann aber lieber zu schlichten, unifarbenen Bögen, zu glitzerndem Papier mit Effekten und Hologrammen oder zu transparent scheinender Folie gegriffen wird, ist Geschmackssache - und eine Frage des Umweltbewusstseins, wie Gerhard Keppler erklärt: "Wer die Umwelt schonen möchte, verzichtet wohl besser auf Folien." Ein Papier-Hersteller setzt unter anderem auf naturmatte Oberflächen. Angelehnt an die Farbtrends im Wohnbereich liegen für die Firma Braun- und Orangetöne, aber auch Olivgrün im Trend. "Außerdem ist ein mutiger Farbmix angesagt. Ein braunes Papier mit lila- oder orangefarbener Schleife sorgt für kräftige Kontraste", heißt es hier.

Martina Hochstein hingegen bevorzugt eher Präsente, die Ton in Ton verpackt werden: "Ein maigrünes Geschenkpapier mit Schleifen in unterschiedlichen Grüntönen umwickelt und dann ein Tannenzweig dazu, das kann fantastisch aussehen."

Dabei müssten es gar nicht immer die typischen Weihnachtsfarben Rot oder Dunkelgrün sein. "Ein knalliges Magenta mit Rot und Orange kombiniert sieht klasse aus", erklärt Hochstein. Für Weihnachtsstimmung könne dann ein aufgeklebtes Teelicht, ein kleiner Stern oder Tannenzweig sorgen. (tmn)
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