Dealer aus dem Kinderzimmer

Kokain, Haschisch und Tabletten: Ein 20-Jähriger soll aus seinem Kinderzimmer heraus Millionen Euro mit Drogengeschäften eingenommen haben. Zu Prozessbeginn schweigt er.

Aus seinem Zimmer in der Wohnung der Eltern soll ein junger Mann aus Leipzig 914 Kilogramm Drogen, darunter Kokain und Haschisch, sowie Tausende verschreibungspflichtige Tabletten in alle Welt verkauft haben. Seit Dienstag muss sich der als "Kinderzimmer-Dealer" bekannt gewordene 20-Jährige vor Gericht verantworten. Auch zum Prozessauftakt brach er sein Schweigen nicht. Von Dezember 2013 bis Februar 2015 verschickte er die Ware bis in die USA und nach Australien. Angeboten hatte er sie laut Anklage zunächst im sogenannten Darknet, einem nur über Anonymisierungsdienste erreichbaren Bereich des Internets, und später auf der frei zugänglichen Plattform "Shiny Flakes".

Die hauptsächlich aus den Niederlanden stammende Ware soll er per Post an seine Kundschaft geschickt und damit insgesamt rund vier Millionen Euro eingenommen haben. Der junge Mann sitzt seit dem 27. Februar in Untersuchungshaft.
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