Dem Mädchen aus Parsberg geht es gut
Rajana in Berlin gefunden

Kriminalpolizei Plakette
Parsberg / Berlin . Die 5-jährige Rajana ist wohlbehalten in Berlin gefunden worden. Dort gelang es den Behörden, das Mädchen in amtliche Obhut zu nehmen. Gleichzeitig konnte man sich von dem Gesundheitszustand des Mädchens überzeugen.

Das Mädchen ist, auch nach Feststellung Regensburger Ermittler in Berlin, wohlauf und wurde in einem ersten Schritt von Beamten der Berliner Polizei in polizeilichen Gewahrsam genommen. Nach einer Identifizierung und Überprüfung des Gesundheitszustandes übergaben die Beamten das Mädchen an die Mutter, die sich ebenfalls in Berlin aufhält.

Der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, die im Ermittlungskomplex federführend ist, obliegt nun die Prüfung, ob sich weitere Personen durch ihr Handeln strafbar gemacht haben. Die Identitäten von möglichen Tatbeteiligten sind bei den Ermittlern bekannt.

Zusammenfassung der Ereignisse und der polizeilichen Maßnahmen

Am Montagnachmittag, 23.03.2015 zeigte ein 26jähriger Mann bei der Polizeiinspektion Parsberg an, dass er seine 5jährige Tochter, mit der er kurz vorher einen Zahnarzt in Parsberg besucht hatte, vermisst.
Dabei brachte der Vater einen ihm unbekannten Mann ins Spiel, mit dem er zum Zeitpunkt des Verschwindens ein Gespräch im Bereich eines Spielplatzes im Stadtgebiet geführt haben will.

Durch die Polizeiinspektion Parsberg begannen unmittelbar nach Anzeigenerstattung Überprüfungen bis hin zu groß angelegten Suchaktionen mit Unterstützung durch die Rettungshundestaffel, der Feuerwehr, zahllosen Privatpersonen sowie Diensthunden und einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera der Polizei. Diese Suchmaßnahmen wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag für wenige Stunden unterbrochen und am Dienstagmorgen wieder aufgenommen. Im Verlauf des Dienstages suchten über 250 Einsatzkräfte der Polizei, unter anderem von der Bayerischen Bereitschaftspolizei, mit Hochdruck nach dem Kind.
Die ausdrücklich erbetenen Hinweise aus der Bevölkerung führten beispielsweise auch zu Überprüfungen in den Nachbargemeinden und am Flughafen in München. All diese, teils mit hohem Aufwand verbundenen Bemühungen führten aber nicht zum Auffinden des gesuchten Kindes.

Am Dienstagmittag um 13 Uhr fand im Gebäude des Roten-Kreuzes in Parsberg eine Pressekonferenz statt, in deren Verlauf sich die Wendung ergab, dass nicht mehr von einem Vermisstenfall auszugehen ist.
Dies führte zur Einstellung der umfangreichen Suchmaßnahmen in und um Parsberg und zur intensiven Verfolgung eines Hinweises, der nachvollziehbar erkennen ließ, dass sich das Mädchen in der Obhut von Familienangehörigen befindet. In der Folge bestätigten einzelne Ermittlungen, die von einer eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg geführt werden, diese Annahme.
Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang auch die Feststellung, dass der Polizei zu keiner Zeit Hinweise vorlagen, die auf eine Gewalttat zum Nachteil des gesuchten Mädchens hindeuteten.

Im Verlauf der Ermittlungen erfolgte am Dienstagabend die Vorführung des Vaters des gesuchten Mädchens vor den Ermittlungsrichter am Amtsgericht in Nürnberg. Dieser erließ antragsgemäß Haftbefehl wegen des Vortäuschens einer Straftat, da der Vater bei den Ermittlungsbehörden den Eindruck erweckte, seine Tochter sei entführt worden. Seit Dienstagabend befindet sich der Vater in einer Justizvollzuganstalt.
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