Den Festtag selbst erarbeitet

Ein stattlicher Kirchenzug mit zahlreichen Feuerwehren aus den umliegenden Orten eröffnete den "Großkonreuther Festtag". Bild: kro

Stolz sind die Großkonreuther auf das neue Feuerwehrhaus. "Das ist ein Festtag, den ihr euch verdient und selbst erarbeitet habt", verwies Bürgermeister Josef Schmidkonz auf die rund 7000 Stunden, die von den Helfern für den Neubau aufgebracht worden waren.

Vor den Ansprachen segnete Pfarrer Dr. Charles Ifemje im Beisein vieler Ehrengäste und Vertreter von Nachbarwehren das neue Gerätehaus. Den Gottesdienst im Festzelt umrahmte die Großkoneuther Blaskapelle mit der "Schubert-Messe". In seiner Predigt betonte der Geistliche, dass es ein gutes Gefühl sei, andern helfen zu können, denn dies mache stark und verbinde. Der Pfarrer wies aber auch darauf hin, dass die Hilfe ohne Gottes Hilfe umsonst sei.

Feuerwehr-Vorsitzender Walter Frank dankte allen, die in irgendeiner Weise bei diesem Neubau mithalfen. Besonderes Lob zollte er den Familien, denn manche hätten ihre Ehemänner und Väter oft wochenlang nicht mehr gesehen. Am 5. August vergangenen Jahres sei der Bau begonnen worden. Bürgermeister Josef Schmidkonz ging zunächst auf den Grund dieses Neubaus ein. Ein Wasserrohrbuch habe das alte Feuerwehrhaus unbrauchbar gemacht. Zu den Kosten vermerkte Schmidkonz, dass rund 57 000 Euro von der Versicherung geflossen seien, 20 000 Euro habe die Gemeinde beigesteuert, dazu sei noch ein Zuschuss der Feuerwehr geflossen, den Rest habe der Feuerwehrverein selbst bezahlt.

Durch alle Generationen

Die Gesamtkosten werden rund 170 000 Euro betragen. Der Bürgermeister fand ebenso nur lobende Worte für die Großkonreuther, die durch alle Generationen mithalfen. "Nur so ist solch ein Projekt zu verwirklichen." In einem feierlichen Akt überreichte er anschließend an Kommandant Josef Weidhas den Schlüssel für das Feuerwehrhaus, zudem erhielt Vorsitzender Walter Frank ein Gemeindewappen, "damit die Auswärtigen wissen, dass Großkonreuth zur Gemeinde Mähring gehört". Landrat Wolfgang Lippert zeigte sich von so viel Eigenengagement ebenso begeistert, ja fast überwältigt. "Das ist die richtige Antwort auf den demografischen Wandel". Die Feuerwehren seien für die Infrastruktur eines Ortes von einer besonderen Bedeutung, stellte der Landrat heraus. Kreisbrandrat Franz Arnold lobte vor allem den Vorsitzenden und "Motor" Walter Frank, der diesen Neubau federführend vorantrieb. Dank zollte er allen Spendern. MdB Reiner Meier wies auf die Ironie des Schicksals hin, dass der Feuerwehrkeller unter Wasser gestanden sei, "denn normalerweise hilft die Feuerwehr, um bei Anderen die Keller auszupumpen".

Patenkinder gratulieren

Glückwünsche und Geschenke zum Neubau kamen auch von den Patenvereinen aus Wondreb und Poppenreuth, sowie von den "Patenkindern" aus Matzersreuth und Dippersreuth.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.