"Der Anstieg ist da"
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Weiden. (jrh) "Der Anstieg ist da", stellt Jürgen Spickenreuther, AOK-Direktor Weiden, fest. "Das Hygienenetzwerk in Weiden wurde gegründet, weil es Probleme mit multiresistenten Keimen gab." Das Screening, das die Kliniken inzwischen durchführten, sei "der richtige Weg", um Patienten und Mitarbeiter zu schützen. Das Kuratorium für Heimdialyse (KfH) gehe noch einen Schritt weiter und teste jeden Patienten. Nach seiner Erfahrung sei auch den niedergelassenen Ärzten inzwischen bewusst, dass sie mit der Verschreibung von Antibiotika sorgsam umgehen müssten. "Ich habe den Eindruck, dass manche Patienten unbedingt ein Hammer-Medikament wollen, um wieder fit zu werden."

Hans Winter, Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes in Weiden, nimmt den Faden auf: "Ich muss mich an die eigene Nase fassen und nicht gleich bei jedem Schnupfen zu Penizillin greifen - vor allem, wenn man weiß, dass Antibiotika bei viralen Infekten nicht helfen." Für seine Landwirte aber legt er die Hand ins Feuer: "Kein Ferkelzüchter und erst recht kein Milchbauer in unserer Region kann es sich leisten, prophylaktisch Antibiotika zu füttern." Die Situation bei den Großbetrieben in Nord- und Ostdeutschland sei sicher eine andere: "Ich kann mir vorstellen, dass Geflügelzüchter mit 20 000 Puten da anders verfahren."
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