Der Bayerische Ärztetag in Weiden

Mal tagt der Bayerische Ärztetag - nach 1993 zum zweiten Mal in Weiden. Vom 24. bis 26. Oktober versammeln sich in der Max-Reger-Halle rund 180 Delegierte und viele Gäste aus Politik und Gesellschaft, um über Gesundheitspolitik und die Situation der 77 000 Mitglieder zu diskutieren.

"Ich komme aus dem Allgäu", erzählt Dr. med. Max Kaplan, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer. "Das war eine Anfahrt von drei Stunden am Mittwochabend." Der Kongress wechselt bei seiner Ortswahl turnusgemäß die Regierungsbezirke. "In der Oberpfalz kommen nur Regensburg, Amberg und Weiden in Frage", sagt Vizepräsident Dr. med. Wolfgang Rechl, als Weidener Internist so etwas wie der Gastgeber der Veranstaltung.

"Die Idee ist, immer wieder woanders vor Ort präsent zu sein", erklärt Kaplan. "Wir werden oft als eine Behörde in München wahrgenommen, möchten aber mit den Kollegen vor Ort Kontakt bekommen." Wichtig sei dem Verband die Dreigliedrigkeit auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene, um nah an der Politik vor Ort dran zu sein: "Etwa, wenn es um die Krankenhausstrukturen oder die Notarztversorgung geht", erklärt der Präsident.

Die Kammer habe den gesellschaftlichen Auftrag, die medizinische Versorgung und deren Qualität durch Fort- und Weiterbildung zu sichern. "Die Ausbildung verläuft an der Uni bis zur Approbation, die berechtigt, Patienten zu behandeln", sagt Kaplan. "Ab da sind wir zuständig - etwa für die Facharztzulassung." (jrh)
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