Der erste große Kongress

Die Medizintechnik macht es möglich: In Weiden treffen sich demnächst 200 Wissenschaftler aus aller Welt zu einem zweitägigen Kongress - ein riesiger Erfolg für die Ostbayerische Technische Hochschule.

(sbü) Die Medizintechnik hat in den letzten Jahren rasante Fortschritte erzielt. Hybridoperationen, minimalinvasive Operationsmethoden oder Luftkeimmessung sind nur einige Stichworte dabei. Neue Techniken und Gerätschaften erfordern aber auch neue Überlegungen bei Planung, Bau, Einrichtung und Ausstattung von Krankenhäusern. Genau diesem Thema widmet sich der zweitägige Wissenschafts-Kongress am Montag, 9., und Dienstag, 10. März, in den Räumen der OTH in Weiden.

Aus 40 Ländern

Als Kongress mit 200 Teilnehmern aus 40 Ländern trägt die Veranstaltung den Titel "Hospital Engineering Trends - Architecture meets Technology". Das Treffen wird federführend von Professor Dr. Clemens Bulitta, Leiter des Instituts für Medizintechnik an der OTH Amberg-Weiden, organisiert. Es ist zweisprachig in Deutsch und Englisch mit Simultanübersetzung angelegt. "Unsere Tagung richtet sich an Krankenhausverantwortliche, Anwender, Techniker, Hygieniker, Planer und Entscheider" sagt der Organisator.

Der Blick auf die Themenliste unterstreicht die weltweite Ausrichtung. Es geht dabei um Lösungen für Schwellenländer, zum Beispiel "Medizintechnik und zukunfts- und ausbaufähige Gesundheitsbauten für die 2. Und 3. Welt", wie die Überschrift eines der Themen lautet. Auch die Ebola-Epidemie in Afrika wird behandelt als "Herausforderung für die Diagnostik- und Isolationsstationen". Internationale Projekte, zum Beispiel die Gestaltung medizinischer Zentren im mittleren Osten oder Venezuela, werden vorgestellt.

Renommierte Institute

Ausführlich diskutieren die Spezialisten Entwicklungstrends in der Medizintechnik, in der Operationstechnik, Anästhesie und Intensivmedizin, um daraus Schlussfolgerungen für Gebäude- und Raumplanung der Behandlungsräume abzuleiten. Die Liste der teilnehmenden Organisationen, Wissenschaftler und Architekten enthält zahlreiche prominente Namen wie zum Beispiel das Robert-Koch-Institut, die Universität Marburg und das Klinikum Rechts der Isar München. Auch das Klinikum Weiden ist als Kooperationspartner der OTH mit den Chefärzten Dr. Karl-Heinz Dietl, Dr. Eberhard Müller und Dr. Jürgen Altmeppen vertreten.

Die Informationstechnologie kommt mit dem Thema "Softwareunterstützung bei der Technologieintegration und beim Risiko-Management im OP-Saal" zur Sprache. Live-Schaltungen in die Räume des Forschung-OPs im Technologie-Campus und eine Exkursion zur Firma HT Labor- und Hospitaltechnik AG in Heideck ergänzen das Kongressprogramm. Das Unternehmen ist gleichzeitig auch Kooperationspartner für die Tagung. Vor einem Jahr gab es die Premiere dieses Expertentreffens. Damals noch ohne die breite Beteiligung der Kliniken Nordoberpfalz und ohne vertiefte Behandlung des Themas Hochsicherheitslabore.

___

Weitere Informationen im Internet:

http://www.oth-aw.de/hospital-engineering-trends
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.