Der Star und die Flüchtlinge

Schauspieler Til Schweiger (von links), die Politikerin Rita Süßmuth und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) stellten in Berlin die Projekte und Pläne der Stiftung vor. Bild: dpa

Til Schweiger und die Flüchtlinge - das war ein Aufreger in diesem Sommer. Was hat der Filmemacher jetzt vor?

Eigentlich will Til Schweiger nichts über Angela Merkel und die Bundesregierung sagen. Dann macht er es doch. "Unsere Kanzlerin" habe zum Thema Flüchtlinge sehr lange geschwiegen, findet der Filmemacher. Jetzt habe sie seinen "tiefsten Respekt". Sie kriege von allen was um die Ohren, aber stehe zu ihrem Wort. "Dafür sage ich einfach nur: Chapeau!"

Gerade hat Schweiger (51) in Moskau seinen Kino-"Tatort" abgedreht. "Ich bin fix und fertig." Bevor er eine Woche Urlaub machen will, ist er am Donnerstag in Berlin, um seine neue Stiftung für benachteiligte Kinder und Jugendliche vorstellen. Die hatte er schon länger geplant, wie er erzählt. In der Flüchtlingskrise sollte es dann schnell gehen. 400 000 oder 500 000 Euro habe die Stiftung schon zusammen. An den Plänen für ein Flüchtlingsheim in Niedersachsen hält er fest. "Wir geben diesen Traum nicht auf", sagte er. Da das Projekt in einer Kaserne im Harz stockt, will er sich demnach in Osnabrück engagieren. Dort will er helfen, ein Gebäude zu einer Schule umzubauen, wie er erzählt.

Ein Grundbedürfnis

Mit dabei sind Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD), Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU), Schauspieler Jan Josef Liefers und als Moderatorin Sandra Maischberger. Rapper Thomas D. sagt, er habe wie Schweiger 100 000 Euro für die Stiftung auf den Tisch gelegt. "Als Mensch Hilfe zu leisten, sollte eigentlich unser aller Grundbedürfnis sein", erklärt der Musiker.
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