Deutsche und bayerische Meister

Kreisvorsitzender Reiner Bauer (rechts) überreichte gemeinsam mit (von links) Bezirksvorsitzenden Willibald Roauer die Trophäen an die aktuellen deutschen und bayerischen Meister, Kai Kennel, Patrick Sauer, Bettina Dobmeyer und Reinhold Schulz. Bild: fjo

Schon in den ersten Wochen des noch jungen Jahres können die Kleintierzüchter im Landkreis Neustadt erste Erfolge verbuchen. Bei der Kreisversammlung beim Waidhauser Kleintierzuchtverein gab es viele Trophäen.

Mit Hühnern der Rasse "Holländische Zwerge" holte sich Patrick Sauer aus Pfrentsch den Titel des deutschen Jugendmeisters. Aus Eschenbach kommen zwei bayerische Jugendmeister, die mit sogenannten Zwerg-Wyandotten ganz nach vorne kamen: Bettina Dobmeyer und Kai Kennel. Auch im Seniorenbereich gelang Reinhold Schulz eine deutsche Meisterschaft mit seiner Taube aus der Rasse "Wiener Gansl".

Impfen ein Thema

Kreisvorsitzender Reiner Bauer sprach von aktuell 4775 Tieren von 926 Mitgliedern. Bezirksvorsitzender Willibald Roauer bat die Vereine, ein noch größeres Augenmerk auf die Jugendarbeit zu legen. Einen Bericht von der Kreisschau in Vohenstrauß steuerte Josef Faltenbacher zur Versammlung bei. Der Vorsitzende der Gastgeber, Alfred Sauer, lobte die Teilnehmer der Kreisschau aufgrund des von ihm festgestellten "gepflegten Zustands aller ausgestellten Tiere". Intensiv setzten sich die Vereinsabordnungen im Anschluss mit dem Thema Impfung auseinander. Dabei fand der Kreisvorsitzende deutliche Worte: "Wir brauchen uns gar nicht zu beklagen. Es gibt schwarze Schafe, auch bei uns."

Erfreuliches enthielt der Bericht von Kreisjugendzuchtwart Anton Hösl, da in der Statistik durch 20 Neuaufnahmen nunmehr 110 Jugendliche mit 1197 Tieren festgehalten sind. Somit geht es tendenziell nach oben. Als Ausrichter für die Bezirksschau im Dezember in Pfrentsch fasste Sauer das Ziel von 1000 ausgestellten Tieren ins Auge. Mit dem für das aktuelle Jahr erarbeiteten Haushaltsplan wartete Kreiskassier Ewald Zetzl auf. Die Zahlen wurden einstimmig genehmigt. Den Termin für die Bezirksschau am 16. und 17. Dezember 2017 gab Roauer im Zusammenhang mit der Bezirksstatistik bekannt.

Die Mehrzahl der angeschlossenen Vereine könne den mit Kreis- und Bezirksschauen verbundenen Aufwand und die viele Arbeit nicht mehr schultern, erklärte der Kreisvorsitzende. Deshalb bestehe kaum Interesse an einer Übernahme. Die Ausstellung könne auch nicht jedes Jahr in Pfrentsch sein, meinte der Waidhauser Vorsitzende Sauer: "Das würde ja langweilig für Aussteller und Besucher." Roauer sah darin eine allgemein aufkommende Problematik: "Wenn es keinen Ausrichter mehr gibt, gibt es keine Bezirksschau."

Einmütig trug die Versammlung abschließend den Wunsch einer Satzungsänderung auf Kreisebene mit. Der Passus auf Eintragung jeglicher Veränderungen im Kreisvorstand in das Vereinsregister wurde wegen laufender Notar- und Gerichtskosten angepasst. Künftig sollen dort nur noch die beiden Vorsitzenden vermerkt werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.