Deutscher sitzt in Gefängnis in Lima - Appell an Kanzlerin
Witte will nach Berlin

Marcel Witte. Bild: dpa
20 Jahre Gefängnis in Peru für einen vom Vater eingefädelten Kokainschmuggel: Marcel Witte (35), Sohn des Ex-Betreibers des Berliner Spreeparks, hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) appelliert, eine rasche Lösung für seine Rückkehr nach Deutschland zu finden. "Die Peruaner würden der Überstellung nach Deutschland im Prinzip zustimmen, es hängt an der Bundesregierung", sagte Witte. Er sitzt im berüchtigten Gefängnis in Lima seit zwölf Jahren ein.

Das Auswärtige Amt betonte, der Fall sei bekannt, er werde konsularisch betreut. Laut Witte ist das Hauptproblem bisher, dass es hierzulande nur eine Höchststrafe von 15 Jahren für so einen Fall gibt. Daher sollte eine Regelung für eine zu verbüßende Reststrafe erzielt werden. Nach Insolvenz des Spreeparks war die Familie 2002 mit einigen Karussells nach Lima übergesiedelt. 2003 sollte es wieder zurückgehen. Ein geplanter Schmuggel von 167 Kilogramm Kokain im Masten des Fahrgeschäfts "Fliegender Teppich" flog auf. Vater Norbert Witte, der die Schuld eingestand, befand sich in Deutschland. Sein Sohn als Geschäftsführer des Freizeitparks wurde in Peru verhaftet.
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