Deutsches Museum kooperiert mit Google
«Digitale Partnerschaft»

Screenshot: Google/Deutsches Museum

Technikinteressierte aus aller Welt können nun das Deutsche Museum in München besuchen - auch ganz ohne Reise an die Isar. Die «digitale Partnerschaft» zwischen dem Museum und der Internetfirma Google macht's möglich.

München. (dpa/lby) Das Deutsche Museum in München und der Internetdienst Google sind eine «digitale Partnerschaft» eingegangen und haben große Teile der naturwissenschaftlichen und technischen Ausstellung online zugänglich gemacht. Auf diese Weise könnten nun deutlich mehr Menschen als die rund 1,5 Millionen Besucher im Jahr die Exponate sehen, sagte Wolfgang Heckl, Generaldirektor des Museums, am Donnerstag in München.

Auf der Internetseite des «Google Cultural Institut» können Interessierte das Museum mit wenigen Klicks vom heimischen Sofa aus besuchen. Mit Google Street View ist auch ein virtueller Rundgang durch Teile des Deutschen Museums möglich.

Zu besichtigen sind wichtige Dauerexponate und Sonderausstellungen. Die hochauflösenden «Gigapixel»-Bilder lassen sich heranzoomen, so dass Details sichtbar werden, die mit bloßem Auge beim Betrachten kaum erkennbar wären. Dazu gibt es Hintergrundinformationen. «Wir sind dabei, unsere Sammlung digital zu erschließen, um sie Forschern und Interessierten aus aller Welt zur Verfügung zu stellen», sagte Heckl. 300 Exponate wurden bereits digitalisiert.

Für jedes einzelne Exponat musste dafür im Vorfeld die Zustimmung des jeweiligen Urheberrechte-Inhabers eingeholt werden, wie Jens Redmer von Google erklärte. Weil dies nicht bei allen Ausstellungsgegenständen möglich ist, kann die Sammlung online nicht vollständig gezeigt werden. Insgesamt hat das Google Cultural Institute den Angaben nach bereits mehr als 500 Einrichtungen aus 60 Ländern erfasst.