Dialogprozess der katholischen Kirche abgeschlossen - Kritik aus Regensburg
Bischöfe wollen weiterreden

(dpa/räd) Die Bischöfe wollen auch nach dem Abschluss des fünfjährigen Gesprächsprozesses mit der kirchlichen Basis auf Augenhöhe im Dialog bleiben. Angestrebt werde ein etwa zweijähriger Rhythmus. Der geplante kirchliche Konvent werde vermutlich personell etwas kleiner, "aber in der gleichen Buntheit der Teilnehmer" ausfallen. Am Samstag ist in Würzburg der von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) 2010 gestartete innerkirchliche Gesprächsprozess zu Ende gegangen. In dem 30-seitigen Abschlussbericht werden unter anderem die Bischöfe aufgerufen, "nicht begründete Hindernisse für die Übertragung von Leitungsfunktionen an Frauen aus dem Weg zu räumen". Gefordert wird auch eine Neuorientierung in den Vorgaben im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen. Am letzten Tag des Dialogprozesses lobten viele Bischöfe die Gesprächsatmosphäre und das Miteinander. Kritik kam aber vom Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer. Ihm geht das Abschlusspapier nicht weit genug: "Es fehlt die Begeisterung der Frohen Botschaft", teilte er am Samstag in einer Presseerklärung mit.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.