Die Burschen haben den Elchtest bravourös bestanden

Symbolbild: dpa
Eine zu Herzen gehende "kleine Geschichte der Mitmenschlichkeit" passierte bei der Christbaumversteigerung des Fischereivereins.

Ein kleines Mädchen von etwa fünf Jahren war mit seinen Eltern gekommen. Von Beginn des Abends an bestaunte es wieder und wieder einen mannsgroßen Elch aus Plüsch, gut sichtbar an der Bühnenwand dekoriert. Die Kleine konnte ihre Augen kaum von diesem "Objekt der Begierde" lassen.

Als es dann endlich zur Versteigerung kam, war die Kleine flott - mit elterlicher Erlaubnis - ganz nach vorne gelaufen, um den Elch zu kaufen. Aber der Preis für das große Kuscheltier erreichte schnell eine - offensichtlich unerreichbare - Höhe von 80 Euro.

Der Burschenverein Hahnbach ergatterte das Viech und freute sich überschwänglich über die "Jagdtrophäe". Waren die Mundwinkel des Mädchens bereits zunehmend und proportional zu den angesagten Preisen gesunken, so wurde der Kummer zu groß, als das Riesentier den Burschen übergeben wurde.

Damit schien der Kindertraum endgültig geplatzt - und das herzzerreißende Schluchzen der Fünfjährigen drang bis zum Burschentisch vor. Beim Anblick dieses "Seelenschmerzes" schmolz bald deren Freude über den Erwerb deutlich dahin. Eine kurze Besprechung, ein wenig Geflüster und schon ging eine klare Ansage an den Saal: Der Burschenverein Hahnbach schenkt den Riesenelch dem schluchzenden Mädchen. Mit großen Kulleraugen, die "das Wunder" kaum glauben konnten und mit Tränen der Freude dankte dieses seinen "Rettern". Der ganze Saal applaudierte.

Auch Helmut Kern, der Vorsitzende des Fischereivereins, zeigte sich tief beeindruckt von der Großherzigkeit der Burschen und dankte ihnen explizit dafür. (mma)
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