Die Hallen in Mitterteich

Die Landessammelstelle in Mitterteich betreibt zwei große Hallen. Damit wird dem Paragrafen 9a des Atomgesetzes Rechnung getragen. Die Halle der EVUs (Elektrizitätsversorgungsunternehmen) hat eine genehmigte Kapazität von maximal 40 000 Gebinden für 200- und 400-Liter-Fässer, Gussbehälter, Behälter in Betonabschirmungen und Konrad-Container. Derzeit sind rund 14 000 Fässer gelagert. Die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle aus den bayerischen Atomkraftwerken Gundremmingen, Isar und Grafenrheinfeld werden vor Ort konditioniert und in der EVU-Lagerhalle (GZA, mehrheitlich im Besitz der Eon-Kernkraft) eingestellt. Diese radioaktiven Abfälle verbleiben im Besitz der EVUs.

In der Halle der LBA (Landessammelstelle Bayern) gibt es Platz für bis zu 10 000 Gebinde. Derzeit lagern dort gut 1000 Fässer. Die Abfälle aus den Bereichen Forschung, Industrie und Medizin werden in der Hauptabteilung Dekontaminationsbetriebe der WAK im Forschungszentrum Karlsruhe verarbeitet. Schwach- bzw. mittelradioaktiver Atommüll ist definiert als Abfall ohne bzw. mit lediglich geringfügiger Wärmeentwicklung.

Gelagert werden die Gebinde bei mehr als 10 Grad Celsius und weniger als 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Eine Luftentfeuchtungsanlage verhindert das Anrosten der Fässer in den Hallen. (we)
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