Die Kraft der Liebe

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Deutschland und die Welt
22.12.2014
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Der Mann ist einfach nett. Er ist höflich, freundlich und witzig, mit einer prächtigen Portion Selbstironie gesegnet. Und trotz millionenfach verkaufter Tonträger resolut auf dem Boden geblieben - frei von Manierismen, unkompliziert, unprätentiös, charmant. Genau, ein prima Kerl!

Der Mann, von dem hier die Rede ist, heißt Sascha Schmitz. Der Pop-Welt ist er seit seinem Karrierestart 1998 lediglich als "Sasha" ein Begriff. Die Nörgler bezeichnen den Mann als stets grinsenden Sonnyboy ohne kreatives Potenzial, die Optimisten bezeichnen Sasha als stets grinsenden Sonnyboy, der perfekte Pop-Hymnen schreibt, bei denen man das Radio lauter statt leiser dreht, weil man sich gerne immer wieder in ihren Melodien verliert.

Am besten einigen wir uns darauf: Sascha Schmitz, geboren im westfälischen Soest, hat ein Gespür für eingängige Harmonien, intoniert mit samtweichem Organ. Er zählt 42 Lenze, weiß um sein Alter und versucht, die damit verbundenen positiven wie negativen Erfahrungen in seine Stücke einzubringen. Was ihm mehr und mehr gelingt. Man muss Sashas Musik nicht vergöttern. Mögen kann man sie in jedem Fall. Um sie komplett abzulehnen, ist sie schlicht zu gut gemacht.

"The One" (Sony) nennt sich das aktuelle Werk des Charmeurs, das erste seit fünf Jahren. Viel ist passiert im Leben des Frauen-Lieblings in jener halben Dekade. Das wohl Wichtigste: Der Westfale ist seit mehr als zwei Jahren schwer verliebt! Julia Röntgen heißt das Objekt seiner Begierde, acht Jahre jünger als Sasha, von Beruf PR-Beraterin und seit einiger Zeit auch Managerin ihres Partners. "Dieser einzigartigen Frau ist "The One" in erster Linie gewidmet", schwärmt der Strahlemann.

Wenn man nicht weiß, dass Sie frisch verliebt sind, könnte man beim Albumtitel "The One" meinen, Sie würden vor Selbstbewusstsein nur so strotzen...

Sasha: Nee, so schlimm ist es denn doch nicht (lacht). Der Titel bezieht sich definitiv nicht auf mich selbst! Dahinter stecken verschiedene Bedeutungen. Doch keine hat mit mir zu tun. Dafür sicher jede Menge mit meiner Partnerin. Sie schenkt meinen Liedern die Kraft der Liebe. Ich genieße seit einiger Zeit unbändiges Lebensglück.

Man hat Ihnen in der Vergangenheit gerne nachgesagt, ein klassisches "Pop Life" zu führen. Was darf man darunter verstehen?

Sasha: Das bedeutet zunächst mal, dass man viel unterwegs ist - was ich seit Beginn meiner Karriere war und nach wie vor bin. Aber wenn man ein Zuhause hat, auf das man sich freut, klickt man in den eigenen vier Wänden dieses "Pop Life" ganz schnell weg. Ich kann das inzwischen sehr gut! Ich lebe wie Millionen anderer Menschen, mit einer möglichst entspannten Freizeit. Also: Mir bereitet es großen Spaß, Entertainer zu sein. Und mindestens genauso viel Spaß bereitet mir mein Dasein als Privatmann.

Im Vergleich zum eher melancholischen Vorgängeralbum "Good News On A Bad Day" ist "The One" ein äußerst kraftvolles, optimistisches Werk geworden. Hängt dieser Umstand ganz alleine mit Ihrer neuen Liebe zusammen?

Sasha: (lacht) Hoffentlich nicht nur! Doch es stimmt, in erster Linie wollte ich mit den Liedern meinem derzeitigen Lebensgefühl Ausdruck verleihen. Ich habe mühsame zwei Jahre an den Songs gefeilt. Aber die klingen genau aus diesem Grund so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Zwei Drittel der Stücke Ihrer neuen Platte wurden in Los Angeles aufgenommen. Was fasziniert Sie so an der amerikanischen Westküste?

Sasha: Es ist das Leichte, Sonnige, Optimistische, wovon dieses Stück Erde lebt. Ich stelle fest, dass ich in L. A. definitiv den perfekten Sound für die aktuellen Lieder, für mein aktuelles Lebensgefühl ganz allgemein gefunden habe.

Angeblich betrachten Sie "The One" als Ihr "erwachsenstes Album". Wie ist das gemeint?

Sasha: Das ist eher im musikalischen Sinne zu verstehen: Ich bin nicht mehr der "Bravo"-Posterjunge Sasha, dessen Publikum hauptsächlich aus Minderjährigen besteht. Klassischer Soul, groovender Dance und reifer Pop sind heutzutage die Säulen meines Sounds. Privat bin ich allerdings nach wie vor ein großer Kindskopf. Aber immerhin, inzwischen akzeptiere ich meine grauen Schläfen - das ist ein großer Fortschritt (lacht).

Sie hatten bereits jede Menge Erfolg. Wie wichtig ist dieser Aspekt Ihrer Karriere?

Sasha: Materielle Überlegungen dürfen nie die Hauptmotivation sein, um Kunst zu gestalten. Ansonsten begeht man Fehler. Geld macht, so banal das klingen mag, nicht glücklich. Aber wenn man kreative Risiken eingeht und diese von den Menschen finanziell belohnt werden - dann ist das wichtig für mich. Denn dann bin ich rundherum stolz auf meine Arbeit.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.sasaha.de
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