Die reine Harmonie

Hier ist die Welt noch in Ordnung: Bei der Kötzersrichter Feuerwehr herrscht Harmonie. Die kann auch die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags nicht nachhaltig stören.

Ein wesentlicher Tagesordnungspunkt der Jahreshauptversammlung war die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags. Vorsitzender Franz-Josef Rauch freute sich in der gut besuchten Zusammenkunft über zwei neue Mitglieder.

In seinem Bericht verwies er auf ein bewegtes Vereinsjahr. Dabei erwähnte er lobend die stets zahlreiche Beteiligung der Mitglieder an den Veranstaltungen in der Gemeinde, vor allem zu kirchlichen Anlässen wie Floriani-Amt und Fronleichnam. Eine besondere Stärkung der Gemeinschaft sei die Teilnahme am Hahnbacher Faschingszug und die Bewirtschaftung der Bar beim Marktfest. Zur Pflege der Kameradschaft habe auch der Vereinsausflug ins Zoiglland beigetragen. Bei so einem Zusammenhalt mache es ihm Freude, Vorsitzender zu sein.

Kommandant Martin Weiß berichtete von einem überaus aktiven Jahresablauf. Neben einem Brandeinsatz im eigenen Bereich wurde die Stützpunktfeuerwehr Hahnbach vier Mal bei Hilfeleistungen personell unterstützt. Dabei stellte er das gute nachbarschaftliche Verhältnis, vor allem im Übungsbetrieb, heraus. Als eine besondere Herausforderung bezeichnete er die Organisation und Betreuung der Wechselstation beim Landkreislauf. Im Herbst seien von den Aktiven die Hydranten in Kümmersbuch und Kötzersricht winterfest gemacht und im weiteren Verlauf einsatzbereit gehalten worden. Ein besonderes Augenmerk lege man auch auf die Unfallverhütungsvorschriften. Im Jahre 2015 solle sich in Hahnbach an einer Truppmannausbildung beteiligt werden.

Doppelter Beitrag

Laut Kassier Michael Heidlinger verfüge die Wehr über solide Finanzen. Unabhängig davon lag der Versammlung ein Antrag auf Erhöhung des Mitgliedsbeitrags vor. Der derzeit geringe Jahresbeitrag von zehn Euro stehe nicht mehr im Verhältnis zu den Zuwendungen bei Veranstaltungen und Anforderungen für das Vereinsgeschehen. Man dürfe nicht erst bei Kassendefiziten reagieren. Nach ausgiebiger Diskussion wurde mit großer Mehrheit die Verdoppelung des Jahresbeitrags auf 20 Euro beschlossen.

Kleinere Wehren wichtig

Bürgermeister Bernhard Lindner sah in der Beitragsanpassung eine weise Entscheidung. Er bescheinigte den Feuerwehrleuten einen vorbildlichen Zusammenhalt. Selbst über die gesetzliche Altersgrenze hinaus stünden die Senioren bei Bedarf zur Verfügung. Der Konsens bei der Bedarfsbesprechung aller acht Gemeindewehren zeuge vom großen Verständnis untereinander. Die gute Ausrüstung der Hahnbacher Wehr komme auch den anderen Wehren zugute.

Kreisbrandinspektor Karl Luber sah bei den Kötzersrichtern die Welt in Ordnung. Gerade in kleineren Ortschaften seien die Kenntnisse der Örtlichkeiten bei Einsätzen für hinzukommende Hilfskräfte besonders wichtig. Zur Pflege der Gemeinschaft der Ortschaften Kümmersbuch, Kötzersricht und Laubhof wurde die Organisation eines Tagesausfluges angeregt.
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