Die Überbrückungszeit zwischen Schule und Berufsleben nutzen mit EQ, BVJ und Co.
Erste Stufe auf der Karriereleiter

Nicht immer gelingt nach der Schule ein direkter Einstieg ins Berufsleben - zum Beispiel aufgrund fehlender Ausbildungsreife oder weil Ausbildungsplätze im Wunschberuf rar sind. Das Ausbildungsportal planet-beruf.de stellt Angebote vor, die den Übergang erleichtern können.

Nach der Schule kann man die Überbrückungszeit bis zur Ausbildung sinnvoll nutzen. Je nach Bundesland gibt es beispielsweise folgende Möglichkeiten:

Einstiegs- Qualifizierung (EQ):

Die EQ ist ein bezahltes Langzeitpraktikum in einem Ausbildungsberuf. Für 6-12 Monate arbeiten die Teilnehmer in einem Betrieb und besuchen oft auch die Berufsschule. Eine erfolgreiche EQ kann unter bestimmten Umständen auf die spätere Ausbildungszeit angerechnet werden.

Viele Jugendliche werden von ihrem EQ-Betrieb auch als Auszubildende übernommen. Die EQ-Stelle wird von der Berufsberatung vermittelt.

Berufsvorbereitende Bildungs- Maßnahme (BvB):

Dieses Angebot ist vor allem für Jugendliche geeignet, die noch nicht fit für eine Ausbildung sind. Wenn jemand zum Beispiel nicht so gut deutsch spricht, erhält sie/er zusätzlichen Deutschunterricht. In Lehrgängen erhalten die Teilnehmer einen Überblick über verschiedene Berufsfelder. Zudem werden ihnen Schlüsselkompetenzen für den Berufsalltag vermittelt.

Die Dauer der Maßnahme variiert nach dem jeweiligen Förderbedarf, beträgt aber in der Regel längstens ein Jahr. Das Nachholen des Hauptschulabschlusses ist ebenfalls möglich. Die BvB wird von der Berufsberatung vermittelt.

Das Berufs- vorbereitungsjahr (BVJ):

Beim BVJ handelt es sich um einen einjährigen Ausbildungsgang in schulischer Vollzeitform. An einer berufsbildenden Schule erhalten die Jugendlichen eine Grundbildung in mindestens zwei Berufsfeldern und verbessern ihre fachlichen und sozialen Fähigkeiten.

Mit einer Zusatzprüfung kann ein Abschluss erworben werden, der dem Hauptschulabschluss entspricht. Die Anmeldung erfolgt direkt an der Schule.

Das Berufs- grundbildungsjahr (BGJ):

Diese Maßnahme richtet sich an Jugendliche, die bereits einen Hauptschulabschluss haben. Ein Schuljahr lang wird den Teilnehmern eine Grundbildung in einem gewählten Berufsfeld vermittelt.

Ist der Besuch erfolgreich, kann das BGJ in einigen Bundesländern auf eine duale Berufsausbildung angerechnet werden. Die Anmeldung erfolgt an der berufsbildenden Schule.

Entscheidungshilfe

Da Bildungspolitik in Deutschland Sache der Länder ist, gibt es in jedem Bundesland abweichende Regelungen und Bezeichnungen für berufsvorbereitende Angebote. Die Berufsberatung hilft Schülerinnen und Schülern dabei, eine geeignete Maßnahme zu finden.

Freiwilliges Engagement

Auch im Rahmen von Freiwilligendiensten können Jugendliche im In- und Ausland Fähigkeiten erwerben, die ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen. Für die Teilnahme müssen sie aber mindestens 16 Jahre alt sein und die Schulpflicht erfüllt haben.
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