Die unberechenbaren Aufsteiger

Der Hirschauer Mittelstürmer Alexander Held (rechts) behauptet sich im Kopfballduell gegen Innenverteidiger Sergej Becker (Mitte) und Mittelfeldspieler Albert Sejdiu vom SV Inter Bergsteig Amberg. Beobachter der Szene sind von rechts) Jiri Scheinherr, Innenverteidiger Frederic Schübel und Linksverteidiger Dominik Kosizek vom SV Inter Bergsteig Amberg. Bild: Ziegler

In der neuen Umgebung haben sie sich bestens eingelebt. Die Aufsteiger TuS/WE Hirschau und der ASV Haselmühl spielen in der Kreisliga Süd vorne mit. Die Hirschauer sind gar Spitzenreiter. Und wollen das bleiben - mit einem Sieg gegen Haselmühl.

Amberg. (mr) Immer noch ist in der Kreisliga Süd alles eng beieinander. Ein Sieg - und man orientiert sich nach oben. Eine Niederlage - und der Blick geht schon wieder in die andere Richtung.

Der SV Raigering will weiter nach oben schauen und natürlich da sein, sollten die Hirschauer in Haselmühl etwas liegen lassen. Der Gegner der Panduren im Stadtduell, die Germania, kann mit einem Sieg aber selbst vorne hineinstoßen. Zuallererst gibt es für die Germania ein anderes Ziel: Die Schmach vom vergangenen Sonntag zu tilgen, als das abgeschlagene Schlusslicht SV Loderhof an der Bayreuther Straße im 15. Saisonspiel seinen ersten Sieg feierte.

Die Sulzbacher haben ein unerwartetes Lebenszeichen von sich gegeben. Den Sieg vom Vorsonntag zu bestätigen, dürfte aber dieses Mal schwer fallen: Der SVL empfängt den Tabellendritten TuS Kastl. Und der will natürlich nur weiter nach oben schauen.

TuS Rosenberg       TSV Königstein
(kok) Ein wichtiges Spiel im Abstiegskampf erwartet die Heimelf am Samstag, wenn der TSV Königstein seine Visitenkarte im Aicher-Stadion abgibt. Bei einem Heimsieg könnte der TuS an den Gästen in der Tabelle vorbeiziehen und sich vor dem spielfreien Wochenende etwas Luft verschaffen. Kampflos ergeben wird sich der TSV um Spielertrainer Ringler jedoch nicht, zumal auch er weiß, wie wichtig der Ausgang der Partie für die nächsten Spiele sein kann. Im Hinspiel zeigte der TuS wohl seine schlechteste Saisonleistung, die es im Rückspiel nun wieder gutzumachen gilt. Wenn die Gästeoffensive in Schach gehalten wird und die sich bietenden Torchancen konsequent genutzt werden, sollte dies auch möglich sein.

Inter Bergsteig       SSV Paulsdorf
Am Samstag um 14 Uhr empfängt der SV Inter Bergsteig Amberg den SSV Paulsdorf. Genau drei Punkte trennen beide Mannschaften in der Tabelle. Bergsteig-Coach Scheler möchte drei Zähler - egal wie. Der Gastgeber musste in den letzten Spielen einiges einstecken. Somit sind einige Spieler angeschlagen. Hochkonzentriert muss die Inter-Truppe an das Derby herangehen. Paulsdorf gewann in der Vorwoche glücklich kurz vor Schluss gegen Traßlberg. Gegen Bergsteig wird Paulsdorf versuchen, eine Schippe draufzulegen. Die Zuschauer dürfen mit einem harten und kampfbetonten Spiel rechnen. Beide Mannschaften werden sich nichts schenken.

SV Raigering       Germania Amberg
(gth) Das Ziel für die Vorrunde hat der Sportverein Raigering erreicht. Für Cheftrainer Martin Kratzer und sein Team war es wichtig, vorne mitzumischen. Dabei war der Tabellenplatz für den SVR nicht entscheidend, sondern vielmehr eine stabile Spielweise zu präsentieren. Die Ausgangssituation ist somit sehr gut, auch wenn Kratzer vor der Partie (Samstag, 14 Uhr) gegen den SC Germania Amberg warnt. "Es wird ein ganz gefährliches Spiel." Die Gäste wollen natürlich im Derby die Schmach von Loderhof vergessen machen. Diese Punkte sind weg und somit muss Germania im Pandurenpark einen Sieg einfahren, um den Anschluss nicht zu verlieren. Raigering will dagegen mit einem Heimdreier einen weiteren Schritt nach vorne unternehmen. "Meine Mannschaft muss nur an die starke Vorstellung aus dem letzten Heimspiel anknüpfen, dann ist ein Sieg sicher drin", erklärt Kratzer.

ASV Haselmühl       TuS/WE Hirschau
(pme) Mit dem TuS/WE Hirschau kommt der Tabellenführer ins Vilstalstadion. Die Gäste sind seit sechs Spielen ungeschlagen (fünf Siege, ein Unentschieden) und haben somit die Favoritenrolle inne. Im Hinspiel mussten sich die ASV-Jungs mit 0:2 geschlagen geben. Mit 33 erzielten Toren hat Hirschau den zweitstärksten Sturm der Kreisliga, allerdings ohne einen herausragenden Stürmer. Die Treffer verteilen sich auf mehrere Spieler, was die Gäste unberechenbarer macht. Außerdem haben die Kaolinstädter mit Stefan Pfab und Michael Pienz zwei Spieler mit Bezirksliga-Erfahrung (FC Amberg/DJK Gebenbach) in ihren Reihen. Der ASV konnte die letzten drei Begegnungen nicht mehr gewinnen und auch kein Tor erzielen. Um auf einem vorderen Tabellenplatz überwintern zu können muss gegen Hirschau ein Sieg her. Dies erfordert allerdings eine ähnlich aggressive Spielweise, wie beim letzten Sieg in Kastl.

DJK Utzenhofen       SV Schmidmühlen
(aun) Ein richtungsweisendes Duell bekommen die Zuschauer im Wiehrlbach-Stadion in Utzenhofen zu sehen. Immer noch von großen Verletzungssorgen geplagt, konnten sich die Utzenhofener, trotz des 2:2 in Edelsfeld, nicht etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Mit nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen konnte man an den guten Saisonstart nicht anknüpfen. Nun hat die DJK am Sonntag mit dem SV Schmidmühlen einen Tabellennachbarn zu Gast. Durch einen Sieg in diesem Derby hätte Utzenhofen die große Möglichkeit, einen direkten Konkurrenten weiter auf Abstand zu halten. Schmidmühlen war aber in den letzten Jahren immer ein unangenehmer Gegner für die DJK. Und auch in dieser Saison sorgten die Gäste bereits für eine Überraschung, wie beispielsweise das 2:0 gegen den starken Aufsteiger ASV Haselmühl.

SVL Traßlberg       FC Edelsfeld
(degr) Aus den Schulterklopfern der heimischen Fans (6 Spiele ohne Niederlage), sind jetzt wieder Kritiker geworden. Zweimal in Folge trat der SVL auswärts an und es gab etwas unerwartet nicht einen einzigen Punkt. Der Anschluss an die Spitze ist damit abgerissen. Nun heißt es für die Mannschaft um SVL-Kapitän Martin Erras, im Heimspiel gegen den FC Edelsfeld das Kreisliga-Team wieder in die Spur zu bringen. Der Anschluss nach oben ist weiter möglich. Die Gäste aus Edelsfeld kommen mit ihrem derzeit sehr gut aufgelegten Spielertrainer Heldrich und dieser will auch in Traßlberg punkten. Die Einheimischen müssen vor allem auf die Edelsfelder Torjäger Patrick Dehling und Alexander Heldrich achten. Bei den Traßlbergern wird in dieser Phase der Saison vor allem SVL-Torjäger Thomas Behrend stark vermisst. Es ist jetzt die Zeit für andere gekommen, Verantwortung zu übernehmen.

SV Loderhof       TuS Kastl
(bt) Ist mit dem 3:2 Auswärtserfolg bei Germania Amberg beim bis dato sieglosen SV Loderhof/Sulzbach der Knoten geplatzt oder war es nur eine Eintagsfliege? Auf jeden Fall wurde die Moral der Mannschaft belohnt, die sie auch in den vorangegangenen Partien gezeigt hatte. Dieser Kampfeswille ist auch an diesem Spieltag dringend nötig, denn mit dem TuS Kastl als Tabellendritten kreuzt eine Mannschaft auf, die alle Chancen hat, in das Titelrennen mit einzugreifen. Auch wenn bei einem weiteren Erfolg der letzte Tabellenplatz nicht verlassen wird, wäre dem SV und den heimischen Zuschauern der erste Heimerfolg zu gönnen.
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