Diesmal in Reichertshofen bei Ingolstadt - Debatte im bayerischen Landtag läuft völlig aus dem ...
Wieder Brandanschlag auf Asylunterkunft

Schon wieder ist in Deutschland ein Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft verübt worden - diesmal in Bayern. In Reichertshofen nahe Ingolstadt legten Unbekannte in der Nacht zum Donnerstag Feuer an zwei Eingängen des leerstehenden früheren Landgasthofs. In dem Ort hatte es Proteste gegen die Unterbringung von 67 Asylbewerbern ab September gegeben. Nach dem Beschuss des Flüchtlingsheims bei Leipzig fahndete die Polizei weiter nach den unbekannten Tätern.

Die bayerische Staatsregierung rechnet unterdessen wegen der hohen Flüchtlingszahlen mit einer Kostenexplosion: Für den Nachtragshaushalt 2016 sind asylbedingte Gesamtausgaben von 2,3 Milliarden Euro im Gespräch. Eine Bestätigung des Finanzministeriums gab es nicht.

Der politische Streit um die Asylpolitik im Landtag wird zugleich schärfer. Eine lärmende Plenardebatte lief am Donnerstag zeitweise aus dem Ruder. CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer wies SPD und Grünen eine Mitverantwortung für die hohen Asylbewerberzahlen vor, weil sie es ablehnen, Albanien, Kosovo und Montenegro zu "sicheren Herkunftsstaaten" zu erklären. Kreuzers Rede war wegen einer Vielzahl wütender Zwischenrufe der Opposition zeitweise kaum zu verstehen. Grünen-Fraktionschefin Margarete Bause warf der CSU vor: "Sie spalten und vergiften ganz bewusst." (Seite 5)
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