Diplomatin verkauft Boote an Flüchtlinge
Kurz notiert

Paris.(dpa) Das französische Außenministerium hat eine Honorarkonsulin in der Türkei suspendiert, weil sie im Urlaubsort Bodrum Schlauchboote an Flüchtlinge verkauft hat. Das erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Samstag in Paris. Eine Reportage des französischen Fernsehsenders France 2 hatte dies am Freitag enthüllt. Ihr Geschäft betrieb sie demnach nicht weit von dem Strand, an dem das Foto des ertrunkenen Flüchtlingskindes Aylan entstand. Von Bodrum aus überqueren Tausende Flüchtlinge das Mittelmeer nach Griechenland.

Dank an Helfer auf Schloss Bellevue

Berlin.(dpa) Bundespräsident Joachim Gauck hat den vielen ehrenamtlichen Helfern gedankt, ohne die Staat und Kommunen den Flüchtlingszuzug nicht bewältigen könnten. Sein zweitägiges Bürgerfest im Schloss Bellevue stand in diesem Jahr ganz im Zeichen der Flüchtlingshilfe. Die Hilfsbereitschaft in Deutschland führe zu einer "ernsthaften Hochstimmung", sagte Gauck. Er erinnerte an die Euphorie während der Fußball-WM 2006, als sich alle Bürger, auch ausländischer Herkunft, für die gleiche Sache begeistert hätten.

Regierung: Keine Zwangsvermietung

Berlin.(dpa) Die Bundesregierung hat Spekulationen über eine Zwangsvermietung leerstehender Häuser zur Unterbringung von Flüchtlingen zurückgewiesen. "Der Bund plant keine Zwangsvermietung leerstehender Immobilien. Eine solche Maßnahme findet sich auch nicht im Beschluss des Koalitionsausschusses vom vergangenen Sonntag", erklärte eine Regierungssprecherin am Samstag in Berlin. Sie reagierte damit auf einen ARD-Bericht, wonach eine Arbeitsgruppe ein Gesetz prüfe, das auch solche Schritte vorsehe.
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