DNA-Test: Freispruch nach 16 Jahren Haft

Ein zu Unrecht wegen eines Sexualverbrechens verurteilter Mann (46) ist nach 16 Jahren Haft in Los Angeles dank eines DNA-Tests freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft sei sich seiner Schuld nicht mehr sicher, heißt es in einem Schreiben vom Montag. Der Mann habe im Gerichtssaal seine Mutter und Tochter angeblickt und geweint, als sein Urteil aufgehoben wurde, berichtete die "Los Angeles Times". Der Mann war 1999 wegen sexueller Übergriffe in drei Fällen zu 55 Jahren Haft verurteilt worden.

Die Opfer hatten ihn vor Gericht als Täter identifiziert. Ihre Angaben über ein Tränen-Tattoo unter seinem Auge, weshalb auch vom "Tränenvergewaltiger" die Rede war, ließen aber Zweifel an seiner Schuld aufkommen. Als Mitarbeiter eines Bagel-Shops hatte er zudem Alibis, die er im Prozess aber nicht ausreichend belegen konnte. Nachdem der Mann jahrelang seine Unschuld beteuert hatte, beantragte er 2012 erfolgreich eine DNA-Untersuchung der Kleidung eines der drei Opfer. Die neue Beweislage deute ohne Zweifel auf seine Unschuld hin, schrieb Staatsanwältin Jackie Lacey.
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