Donum Vitae in Bayern produziert Imagefilme über seine Arbeit
«Du bist ein Geschenk»

Symbolbild: dpa
München. (KNA) Der Schwangerenberatungsverein Donum Vitae in Bayern geht neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit. Als bundesweit erster Landesverband hat er unter dem Motto «Du bist ein Geschenk» zwei Imagefilme produzieren lassen. Sie sollen auf die vielfältige Arbeit des Vereins und seine Hilfsangebote hinweisen, wie die Landesvorsitzende Maria Eichhorn am Montag in München bei der Präsentation sagte. Außerdem gehe es darum, neue Unterstützer zu gewinnen. Für das Projekt wurden die Filmemacher von «Bewegter Blick», einem jungen Unternehmen in Weidengewonnen. Für die Kampagne sollen bis zu 13.000 Euro ausgegeben werden.

Entstanden sind zwei rund fünf Minuten lange Geschichten. So geht es im ersten Fall um eine Frau, die ungewollt schwanger ist und nicht weiß, was sie tun soll und vor allem wie sie es ihre Mutter sagen soll. Auch in der Schule schweift sie mit ihren Gedanken im Unterricht ab, wäre da nicht der sexualpädagogische Unterricht von Donum Vitae. Durch diesen stößt die junge Frau erst auf die Online-Beratung des Vereins und sucht später unmittelbar eine Beratungsstelle auf.

Im zweiten Fall geht es um einen alleinerziehenden Vater eines Kleinkinds. Job und Familienpflichten reiben ihn zunehmend auf. Trotz seiner Bedenken, geht er zur Beratung und findet Hilfe. Zuschauer sollen von den Geschichten angezogen werden, aber erst zum Schluss Hinweise auf Donum Vitae erhalten, heißt es. Gezeigt werden die Produktionen ab sofort im Internet, als Teaser und in der Langfassung. Später sollen sie auch im Kino zu sehen sein. Weitere Filme seien angedacht.

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Vereins sprach Eichhorn von einer «Erfolgsgeschichte». Gegründet wurde Donum Vitae 1999 von Katholiken, nachdem die katholische Kirche in Deutschland auf Weisung des damaligen Papstes Johannes Paul II. aus dem staatlichen System der Schwangerenkonfliktberatung ausgestiegen war. Nach Überzeugung der Kirchenleitung verdunkelt der Beratungsschein das kirchliche Zeugnis für den Lebensschutz.

Die staatlich anerkannten Beratungsstellen in Deutschland müssen ihn nach einer Beratung der Schwangeren ausstellen. Er ist Voraussetzung für einen zwar rechtswidrigen, aber straffreien Schwangerschaftsabbruch. Katholische Beratungsstellen geben solche Nachweise im Unterschied zu Donum Vitae nicht mehr aus. Die Beratungsarbeit wird zu 95 Prozent vom Freistaat bezahlt. Dazu muss Donum Vitae jedes Jahr eine Million Euro an Eigenmitteln aufbringen.

Laut Eichhorn verfügt Donum Vitae über 19 staatlich anerkannte Beratungsstellen in Bayern, mit den Außenstellen sei man an 62 Orten präsent. Unter den 152 Mitarbeitern seien auch fünf Männer, die als Berater arbeiteten. Die Vorsitzende betonte, dass ihr Verein Frauen, die sich für ihr Baby entschieden, bis zum dritten Lebensjahr des Kindes weiter begleiteten. Doch man sei nicht nur für Frauen in Not da, sondern auch für Männer in Krisenlagen. Die Vorsitzende des Fördervereins, Landtagspräsidentin Barbara Stamm, betonte, die Beratung werde immer mehr gebraucht wie die Erfahrung zeige.
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