Doppelter Nutzen

Praxistage zur Berufsfindung gehören heute zum Schulalltag. Warum nicht gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?

Kümmersbruck/Ensdorf. (sön) "An einer Bandschleifmaschine kann man sich nur verletzen, wenn man das Schleifband seitlich berührt." Nach diesem Hinweis auf die Gefahrenquellen konnte Schreinermeister Hubert Fischer aus Ensdorf sieben Technikschülern der 10. Klasse der Kümmersbrucker Mittelschule die Funktion dieser heute in seinem Betrieb unentbehrliche Maschine näher demonstrieren. Daneben erklärte er auch die nötigen Handgriffe zur Bedienung.

Danach konnten sich die Schüler bei entsprechender Hilfestellung gleich an eine Tischplatte machen, um sie möglichst gleichmäßig plan zu schleifen. "Das geht ganz schön in die Arme", spürte Maik, nachdem er vielleicht 15 Minuten an dem Maschinentisch gearbeitet hatte. Die Mittelschüler des berufsorientierenden Technikzweiges waren in die Schreinerei gekommen, weil sie sich vorgenommen hatten, ihre eigenen Werkbänke in der Schule selbst auf Vordermann zu bringen. Den Arbeitstischen war die Beanspruchung über viele Jahre hinweg deutlich anzusehen. Im Zuge der Maßnahme "Praxis an Mittelschulen", die der Förderlehrer Mario Gräß angeschoben hatte, konnte auch die Finanzierung dieses Praxistages in einer Schreinerei ermöglicht werden.

Ihr Inhaber nutzte die Gelegenheit, einen Überblick über die Anforderungen an einen Schreiner mit einfließen zu lassen. Bereits einen Tag zuvor hatten die Technikschüler zusammen mit ihrem Lehrer Hans Ram die Werkbank-Tischplatten von den Fußgestellen abgeschraubt.
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