Dorf rückt zusammen

Bürgermeister Hermann Ach verschaffte sich vor den Festlichkeiten noch einen Überblick über den Stand der Arbeiten beim Vorsitzenden Rudolf Mitlmeier (von links) und Bernhard Hartinger (Vierter von links) sowie den Vorstandsmitgliedern. Bild: gi

Passend zum 130-jährigen Bestehen feiert die Feuerwehr Etzgersrieth am Sonntag, 30. August, die Segnung des neuen Gerätehauses. Zwei Jahre dauerte der An- und Umbau.

2013 beschlossen die Mitglieder die Sanierung des Gesamtgebäudes und die Errichtung eines 45 Quadratmeter großen Anbaus. Die Arbeiten begannen sofort, und nach kurzer Zeit feierten die Verantwortlichen Richtfest.

Das Holz für den Dachstuhl stellte die Gemeinde Moosbach aus dem Kommunalwald Etzgersrieth zur Verfügung. Auch am alten Gerätehaus wurden die Dacheindeckung und der Außenputz erneuert. Die elektrische Anlage ist von Grund auf saniert worden. Der Abstellraum für das Fahrzeug erhielt eine Absauganlage. Neu gestaltet hat die Wehr auch den Eingangsbereich. Durch den Anbau steht nun ein moderner Schulungsraum mit Küche und WC-Anlage zur Verfügung.

Fast 2000 Arbeitsstunden

Geldleistungen hatte die Gemeinde nicht zu erbringen. Durch den Gerätehausanbau rückte die Dorfgemeinschaft noch enger zusammen, denn die Feuerwehr und ihre Förderer trugen mit fast 2000 Arbeitsstunden wesentlich zum Gelingen des Werks bei. Nur so konnte das mit rund 40 000 Euro veranschlagte Vorhaben vollbracht werden. Außer den Arbeitsleistungen wird sich die Wehr mit 20 000 Euro an den Kosten beteiligen. Viele Firmen lieferten das Material zu ermäßigten Preisen oder spendierten es.

In ihrer 130-jährigen Geschichte hat die Wehr das Dorfleben wesentlich mitgestaltet. 1911 wurde die erste Handdruckspritze angeschafft. 1912 war Fahnenweihe. 1956 kauften die Rettungskräfte ihre erste Motorspritze. 1968 wurde der Löschteich gebaut und 1969 ein neues Gerätehaus erstellt. 1975 erhielt die Wehr einen unterirdischen Löschwasserbehälter. 1976 folgte ein modernes Tragkraftspritzenfahrzeug und 1977 die Ausrüstung mit Sprechfunk. 1985 wurde das 100-jährige Gründungsfest gefeiert. Zum 125-jährigen Bestehen 2010 gab es ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug.

Größten Wert legen die Feuerwehrkommandanten Bernhard Hartinger und Markus Reitinger auf die Aus- und Fortbildung ihrer Leute sowie die Förderung des Feuerwehrnachwuchses. So absolvierten zuletzt 2013 zwei Löschgruppen weitere Leistungsprüfungen und eine Nachwuchsgruppe die "Jugendflamme" mit Bravour.
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