Dramatische Niederlage für ukrainische Armee - USA verlegen Kampfflugzeuge nach Deutschland
Kiew gibt Kampf um Debalzewo auf

Mit dem Eingeständnis der militärischen Niederlage im Kampf um den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Debalzewo hat die ukrainische Führung den Weg für die Umsetzung des Friedensprozesses offen gehalten. Präsident Petro Poroschenko befahl am Mittwoch den Abzug der Truppen aus dem strategisch wichtigen Ort. Die prorussischen Separatisten hatten am Vortag weite Teile von Debalzewo trotz der vereinbarten Waffenruhe eingenommen und damit den Friedensplan gefährdet. Tausende Soldaten waren dort von Aufständischen in die Enge getrieben worden.

Der Westen forderte erneut eine Umsetzung des im weißrussischen Minsk beschlossenen Aktionsplans, der auch den Abzug schwerer Waffen vorsieht. Die Gewalt belaste die Friedenshoffnungen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini rief die Separatisten und Russland auf, das Abkommen umzusetzen. Sollte die Waffenruhe nicht halten, könnte die EU neue Sanktionen verhängen. Angesichts der Gewalteskalation bat Poroschenko nach Angaben aus Kiew US-Vizepräsident Joe Biden erneut um Waffenlieferungen. Zudem brachte er eine internationale Friedensmission in Spiel.

Unterdessen verstärken die USA ihre Luftwaffe in Europa. Ende vergangener Woche seien zwölf A-10 Kampfflugzeuge sowie rund 300 Militärangehörige ins rheinland-pfälzische Spangdahlem verlegt worden, sagte Generalleutnant Darryl Roberson vom US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein am Mittwoch. Die A-10-Flugzeuge sollen sechs Monate bleiben und an Übungen an der russischen Grenze teilnehmen. (Seite 8)
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