Drei Tote bei Rettungsaktion in Sydney - Hinweise auf radikalislamischen Hintergrund
Polizei beendet Geiseldrama

Mehrere Geiseln konnten aus dem Café fliehen. Bild: AFP
Bei einer Geiselnahme mit möglicherweise islamistischem Hintergrund in Sydney sind drei Menschen getötet und vier weitere verletzt worden. Unter den Toten sei auch der Geiselnehmer, ein 50-jähriger radikaler Iraner, teilte die australische Polizei am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) mit. Zudem starben zwei Geiseln, unter den Verletzten ist ein Polizist. Der Geiselnehmer hatte 17 Besucher eines Cafés in der Innenstadt rund 16 Stunden in seiner Gewalt, ehe schwerbewaffnete Sicherheitskräfte das Lokal in der Nacht stürmten und die Geiselnahme beendeten. Laut Polizei war er ein Einzeltäter.

Der Mann, dem Australien Asyl gewährte, bezeichnete sich den Angaben zufolge selbst als muslimischer Kleriker und Heiler. Auf TV-Bildern war zu sehen, dass er ein Stirnband mit arabischen Schriftzeichen trug und mehrere seiner Geiseln im Lindt Chocolat Café am Martin Place in Sydneys Innenstadt zwang, eine schwarze Flagge mit dem muslimischen Glaubensbekenntnis in die Fensterscheibe zu halten. Übereinstimmenden Berichten zufolge forderte der Geiselnehmer mehrfach, den australischen Regierungschef Tony Abbott zu sprechen.
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