Dutzende deutsche und tschechische Retter im Einsatz - Junge verlief sich im Wald
Suche nach Siebenjährigem

Symbolbild: dpa
Bärnau. Dutzende Rettungskräfte waren am Sonntagabend in einem Wald im Einsatz, um nach einem Siebenjährigen zu suchen. Der Junge war mit seinem Vater und Bruder von der Silberhütte aus zum Aussichtsturm "Rabenholz" gelaufen und dann verloren gegangen war. Die Suche endete gegen 21 Uhr mit Erfolg.

Der 53-jährige Vater aus Floss war mit seinen fünf- und siebenjährigen Jungen in dem Waldstück unterwegs gewesen und hatte den Aussichtsturm bestiegen. Wie die Polizei Sonntagnacht mitteilte, wollte er sich gegen 18 Uhr wieder auf den Rückweg zum Parkplatz Silberhütte machen. Sein siebenjähriger Sohn wollte aber nochmals auf den Turm hoch und schmollte laut Polizei.

Daher ging der Vater ging mit seinem kleineren Sohn los und forderte seinen schmollenden Sohn auf, mitzukommen. Dieser blieb allerdings zunächst einfach stehen. Als sein Vater knapp außer Sichtweite war, begann der Bub, nach ihm zu rufen. Daraufhin kehrte der Vater nach Angaben der Polizei sofort wieder zurück, konnte seinen Sohn aber am Turm nicht mehr vorfinden.

Er suchte nun die ganze Umgebung ab, konnte seinen Sohn aber nirgends mehr finden, heißt es im Polizeibericht. Daraufhin verständigte der Mann die Polizei. Die zuerst am Ort eingetroffenen zwei Streifen der Polizeiinspektionen Tirschenreuth und Neustadt/WN konnten den Buben – trotz Rufen und Durchsagen über Außenlautsprecher – jedoch nicht finden. Daher wurde ein große Suchaktion angeleiert.

Dazu kamen die Feuerwehren Bärnau, Hohenthan, Altglashütte, Thannhausen und Flossenbürg mit rund 65 Mann zum Einsatzort. Außerdem kamen das BRK Weiden und die Bergwacht Weiden mit 14 Mann. Eine Rettungshundestaffel war ebenfalls angefordert. Da sich der Turm auf tschechischem Hoheitsgebiet befindet, beteiligten sich auch Polizeibeamte der Polizeiinspektion Tachov am Einsatz, so die Polizei.

Doch zur Suchaktion kam es glücklicherweise gar nicht. Noch bevor die große Aktion startete, wurde der vermisste Junge gegen 21 Uhr von den tschechischen Kollegen circa vier Kilometer auf tschechischer Seite im Waldgebiet gefunden. Er war offensichtlich in die falsche Richtung los gerannt und hatte sich verlaufen.

Der Junge war wohlauf und konnte mit seinem glücklichem Vater und Bruder gleich nach Hause fahren.
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