Eberhardsbühl ist einen Ausflug wert
Sehenswertes in "Genf"

Ein zauberhaftes Dörfchen findet man in der Nähe von Schönlind. Es ist in vieler Hinsicht sehenswert, und ein Ausflug dorthin lohnt sich allemal. So gibt es im Gasthaus Kugler, das den Namen "Genf international" trägt und täglich geöffnet ist, immer eine gute Brotzeit. Auch freut sich Wirtin Barbara, wenn sich jemand für ihre Sammelleidenschaft interessiert.

Liebevolle Dekoration

Rund um das Anwesen und auch in der Gaststube kommt man aus dem Staunen nicht heraus: Alles ist liebevoll dekoriert mit den verschiedensten Gegenständen aus der guten alten Zeit.

Begonnen hat alles vor etwa 20 Jahren damit, dass sich Barbaras Schwiegermutter von einem alten Schrank trennen musste, der vom Holzwurm befallen war. Den stellte man dann kurzerhand im Hof auf - und Barbara füllte ihn mit altem Geschirr.

"Immer wieder is' a Trumm dazoukummer", erzählt sie. "Iwerall haouts ja gnouch alts Graffl gebn!" Selbst Gäste brachten etwas mit - und auch Nachbarin Margarete Jäckl vom Goglhof konnte mit dem einen oder anderen Gegenstand zur Sammlung beitragen. Inzwischen ist rund um das Wirtshaus eine wahre Ausstellung entstanden. Auch der kleine Bauerngarten ist mit eingebunden.

Zu jeder Jahreszeit beweist Barbara ein geschicktes Händchen für spezielle Dekoration. Im Herbst kommen Kürbisse dazu, im Winter Laternen und Lichter. Auch Ehemann Kare muss oft mit zupacken und das eine oder andere Gestell bauen oder reparieren. Er sagt: "Des mach i gern. Hauptsach' is', dass mei Frau a Freid dra haout!" Und das hat sie. Gerne führt sie die Gäste um das Haus und zeigt ihnen, mit welchen Gerätschaften sich unsere Vorfahren einst behelfen mussten.

Und der Name ?

Wirt Karl Kugler erzählt zum Schluss, wie sein Gasthaus zum Namen "Genf international" gekommen ist: Nach dem Krieg kehrten oft Bettelleute ein, die Spitznamen von damaligen Staatsmännern trugen. Und weil die Politiker sich seinerzeit oft in Genf zu Konferenzen getroffen hatten, so wurden auch in Eberhardsbühl "Konferenzen" abgehalten, und das Wirtshaus Kugler wurde nach und nach zum "Genf" der Stammtischbrüder.

Heute redet niemand vom Gasthaus Kugler, nein, jeder sagt: "Mir gehn'ga af Genf!"
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