Ebola: Flughafen München erhält Sondereinheit

(epd/dpa/jum) Bayern wappnet sich gegen Ebola: Am Münchner Flughafen soll eine "Task-Force Infektiologie" verhindern, dass hochansteckende Viren - wie etwa Ebola - durch infizierte Reisende in den Freistaat gelangen. Das Kabinett stimmte am Dienstag dem Vorschlag von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) zu, am Flughafen eine mobile Einheit mit ständiger Dienstbereitschaft zu schaffen.

"Eine Verbesserung des Infektionsschutzes am Münchner Flughafen ist erforderlich", sagte Huml in der Kabinettssitzung. Notwendig seien dafür unter anderem fünf Arztstellen. Die Task-Force solle zudem als mobile Krisenreaktionseinheit bei schwerwiegenden Infektionsausbrüchen die Gesundheitsämter in Bayern fachlich und personell unterstützen.

Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) sagte, er rechne mit Fällen auch in Bayern. Man werde sie aber gut in den Griff bekommen. Im Gegenzug zu den Stellen, die für die Task-Force geschaffen werden, wird der gerichtsärztliche Dienst an den Landgerichten neu organisiert. Statt an 22 Standorten wird es derartige Mediziner nur noch an 14 geben. Unter anderem aus Amberg wird der Landgerichtsarzt abgezogen. (Seite 6)
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