Ebola-Impfstoff: Möglicherweise Durchbruch
Hauch einer Hoffnung

Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen Ebola hat es offenbar einen Durchbruch gegeben. Klinische Studien zeigten, dass ein in Kanada entwickeltes Präparat eine starke Entwicklung von Antikörpern gegen das Virus hervorrufe, sagte Peter G. Kremsner, Leiter des Tropenmedizinischen Instituts der Universität Tübingen. Die behördliche Zulassung des Impfstoffs solle noch in diesem Jahr beantragt werden.

Das Präparat, an dessen Erprobung Kremsners Institut beteiligt ist, könnte nach Meinung des Mediziners künftig flächendeckend in Ausbruchsgebieten eingesetzt werden. Allerdings sei die derzeitige Epidemie in Westafrika von ihren Ausmaßen her eine Ausnahme. So habe es in Zentralafrika alle zwei bis drei Jahre einen Ebola-Ausbruch gegeben mit durchschnittlich weniger als 100 Infizierten. Bei der Epidemie mit Schwerpunkt in Guinea, Sierra Leone und Liberia kamen laut Weltgesundheitsorganisation mehr als 10 300 Menschen ums Leben, knapp 25 000 Fälle wurden registriert.

Der Impfstoff wurde bereits vor zehn Jahren in Kanada entwickelt, Prüfung und Zulassung aus finanziellen Gründen jedoch nicht verfolgt. Die Rechte liegen beim Unternehmen Merck.
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