Ebola: Kritik an US-Maßnahmen

Die Zahl der registrierten Ebola-Fälle in Westafrika ist auf mehr als 10 000 gestiegen. Aus Angst vor der Krankheit stellen mehrere US-Bundesstaaten heimkehrende Helfer unter Quarantäne - und ernten heftige Kritik.

(dpa/epd) Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Samstag sind insgesamt 10 141 Menschen an der Ebola-Seuche erkrankt, 4922 davon sind gestorben. Viele Ärzte und Helfer aus den USA, die in Westafrika im Einsatz waren, müssen sich bei ihrer Rückkehr einer dreiwöchigen Quarantäne unterziehen. Die Vorschrift gilt auf dem JFK-Flughafen in New York und dem Newark-Airport im benachbarten New Jersey. Als dritter Staat will Illinois die Maßnahme in Chicago übernehmen, berichteten Medien.

Eine Krankenschwester, die nach ihrem Einsatz in Sierra Leone in New Jersey gelandet war, übte heftige Kritik am Umgang mit ihr. Sie sei erst stundenlang verhört und dann in einem Zelt vor der Uniklinik Newark untergebracht worden. Dort soll sie 21 Tage ausharren, obwohl nach einem CNN-Bericht zwei Bluttests inzwischen ergaben, dass sie frei von Ebola ist.

Unterdessen trat ein erster Ebola-Fall in Australien auf. In Brisbane wurde das Virus bei einer Frau aus dem westafrikanischen Guinea festgestellt, die im Rahmen eines Flüchtlingsprogramms eingereist war, wie die Zeitung "Sydney Morning Herald" berichtete.
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