Efeu hilft bei unterschiedlichsten Beschwerden
Heilende Wirkung

Schnaittenbach. (ads) Man kennt ihn, den Efeu. Er wächst in fast jedem Garten; in der Großstadt wie auf dem Dorf bedeckt er Mauern oder klettert an Bäumen hinauf. Kaum jemand allerdings weiß, dass der Efeu eine heilende Wirkung ausübt. Efeu wuchert gern über alte Gemäuer und steht sinnbildlich für das Ewige. Manche Häuser oder auch Bäume sind über und über mit Efeu bewachsen.

In der Heilkunde war der Efeu früher eine sehr wichtige und beliebte Heilpflanze, heute hingegen spielt der Efeu nur noch eine Nebenrolle in der Naturheilkunde. In starker Dosierung ist der Efeu giftig; das mag ein Hauptgrund sein, warum er heute eher selten eingesetzt wird. Äußerlich als Umschlag oder Packung angewendet, kann der Efeu seine Kräfte jedoch ungefährlich entfalten. Im Altertum sei Efeu eine heilige Pflanze gewesen. Die Ägypter weihten Osiris und die alten Griechen Bacchus, Demeter und Pan mit Efeu. Da sie Angst gehabt hätten, von der Pflanze gefangen gehalten zu werden, hätten römische Priester den Efeu nicht berühren dürfen, erläutert Kräuterführerin Sigrid Fischer Fischer.

Auch die keltischen Druiden hätten den Efeu als heilige Pflanze verehrt. Nicht nur in der Antike, auch im Mittelalter sei der Efeu eine wichtige Heilpflanze gewesen. Bei Krankheiten der Milz, bei Ruhr und auch der Atemwege sei der Efeu als Heilpflanze verwendet worden. Eingesetzt worden sei er auch bei Schwerhörigkeit, Gelbsucht, Rheuma und Gicht, sogar gegen die Pest. Kräuterführerin Sigrid Fischer stellt hier weitere, andere Möglichkeiten für den Einsatz von Efeu für die Körperpflege vor:

Cellulitismilch: Eine Handvoll frische Blätter zerkleinern und mit einem Viertel Liter Milch 20 Minuten bei niedriger Hitze köcheln, danach abseihen und in eine Flasche füllen. Mit der Flüssigkeit reibt man die betroffenen Stellen großzügig ein. Immer wieder frisch machen, da die Milch nicht lange haltbar ist.

Cellulitiscreme: Man bereitet eine Efeutinktur: 20 g Blätter mit 100 ml 40-prozentigem Alkohol übergießen und zehn Tage ausziehen lassen. 100 g Kakaobutter im warmen Wasserbad schmelzen, tropfenweise Efeutinktur zufügen und verrühren, solange das Fett die Flüssigkeit annimmt. Die Kakaobutter darf nicht gerinnen. Die zusammenziehenden und gefäßverengenden Eigenschaften des Efeu entziehen dem Gewebe gespeichertes Wasser. Man erzielt dieselbe Wirkung mit entsafteten frischen Blättern, die Creme muss allerdings täglich frisch bereitet werden.
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