Ehemaliger Oberpfälzer Bezirksheimatpfleger verstorben
Abschied von Adolf Eichenseer

So sieht Feldforschung für Volkskundler aus: Dr. Adolf Eichenseer im Gasthaus Haas in Schleißdorf. Bild: gri (Archiv)
Regensburg. (gib) Er war eine Institution in der Oberpfalz: Der ehemalige Bezirksheimatpfleger Dr. Adolf Eichenseer ist am Wochenende im Alter von 81 Jahren in seinem Haus in Regensburg gestorben. Das bestätigte der heutige Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl am Dienstag unserer Zeitung.
Eichenseer war 1994 in den Ruhestand gegangen, war aber auch danach aus der Oberpfälzer Volksmusik- und Brauchtumspflege nicht wegzudenken. „Es ist wirklich bemerkenswert, wie umtriebig er für einen über 80-Jährigen war“, sagte Appl. Insbesondere seine Suche nach Wirtshausliedern aus der Region brachte Eichenseer in jede Ecke der Oberpfalz.

Ein unschlagbares Team bildete er dabei zusammen mit seiner Frau Erika: Während er mit den Leuten in der Dorfwirtschaft Lieder sang, erzählte sie zwischendurch Märchen. Ein Steckenpferd der Eichenseers war der Oberpfälzer Märchensammler Franz Xaver von Schönwerth, dessen in Vergessenheit geratenes Werk sie wieder bekannt machten. 2014 eröffneten sie den Schönwerth-Märchenpfad in Sinzing.

Noch im Oktober hat Appl seinen Vor-Vorgänger im Amt bei einer Veranstaltung getroffen. Eichenseer sei von einem längeren Krankenhausaufenthalt gezeichnet gewesen, habe aber fröhlich gewirkt.
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