Ein Fall für ein Remake

Die Fangemeinde des Anwalt-Detektiv-Duos von "Ein Fall für zwei" ist zuletzt kleiner geworden. Bettina Zimmermann als Staatsanwältin und ein alter Bekannter sollen dem Remake zu höheren Quoten verhelfen.

In einer Lackiererei wird der Chef umgebracht. Im Verdacht steht seine Mitarbeiterin Paula Mohnkopf (Annika Blendl, "Tatort: Wer Wind erntet, sät Sturm!"). Der Ermordete ließ sie jahrelang mit verbotenem Treibmittel arbeiten, bis sie krank wurde. Ein Motiv hat Mohnkopf also. Doch weder Verteidiger Benni Hornberg (Antoine Monot) noch Staatsanwältin Claudia Strauss (Bettina Zimmermann, "Der Lack ist ab", "Zum Teufel mit der Wahrheit") glauben so richtig daran - aus unterschiedlichen Gründen.

3,5 Millionen Zuschauer

In der zweiten Staffel des Remakes der Reihe "Ein Fall für zwei" setzt das ZDF wieder auf das unkonventionelle Anwalt-Detektiv-Gespann aus Benni Hornberg und Leo Oswald (Wanja Mues). Vier neue Folgen sind abgedreht, los geht es am Freitag, 30. Oktober (20.15 Uhr). Auch wenn die Quote mit zuletzt gut 3,5 Millionen Zuschauern nicht wirklich schlecht war - sie ist dennoch mit dem neuen Duo Folge für Folge zurückgegangen.

Die beiden Ermittler konnten die Matula-Fans bislang scheinbar also nicht ganz überzeugen. Weshalb sich das ZDF in der ersten Folge der neuen Staffel auf die Ursprünge besinnt. An einer Tankstelle taucht - gewohnt in Lederjacke und mit Tipps für seinen Nachfolger im Gepäck - plötzlich Vorgänger-Detektiv Matula (Claus Theo Gärtner) auf, der mit "Ein Fall für zwei" zwischen 1981 und 2013 Kult-Status erreicht hat.

"Eine Bereicherung für das Ensemble" sei auch Bettina Zimmermann, lobt Produzent Klaus Laudi. "Charmant" und "mit sehr viel Sexappeal" spiele sie die Staatsanwältin, sagt Hornberg-Darsteller Monot. Doch so wirklich viel zu spüren, ist davon erstmal nicht - außer der Zuschauer setzt ein spitzes Dauerlächeln und einen fordernden Blick mit Charme und Sexappeal gleich. Erst ganz am Ende kann sich Zimmermann aus der blassen Rolle lösen und gibt vielleicht einen Ausblick auf das, was in den nächsten drei Folgen noch kommen kann.

Die Staatsanwältin, eine alleinerziehende Mutter, die sich in einer Männerwelt behauptet, gibt durchaus etwas her. Sie selbst habe die Rolle erst für trocken gehalten, erzählt Zimmermann in einem ZDF-Interview. Trotzdem las sie die Drehbücher und stellte fest, "dass es sich nicht um eine Klischee-Staatsanwältin handelt, sondern durchaus um eine Frau mit vielen Seiten, die man von einer Staatsanwältin so nicht erwarten würde".

Geld als Diebesgut

Dass Strauss sowohl Gegnerin als auch Unterstützerin sein kann, lernt Verteidiger Hornberg schon in der ersten gemeinsamen Folge. Im Verlauf der Verhandlung legt die Staatsanwältin Beweise vor, dass in der Tatnacht eine Menge Geld aus der Lackiererei gestohlen wurde.

Doch ist alles plötzlich so einfach wie es scheint? Leo Oswald und Benni Hornberg finden Gegenbeweise. Und hoffen, die Staatsanwältin doch noch auf die richtige Seite holen zu können.
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