Ein Holztisch ist Zentrum der Familie - manchmal über Generationen hinweg
Mittelpunkt des Lebens

Wenn ein alter Holztisch reden könnte, könnte er vielleicht Geschichten erzählen. Er hat kleine Kinder erlebt, die, ungeduldig aufs Essen wartend, mit ihren Löffeln kleine Macken ins Holz hämmern. Er weiß von Buntstiftstrichen, die diese Kinder hinterlassen haben, als sie zur Entschuldigung Bilder für die Mutter malten.

Raum für Kommunikation

Nachdenkliche Ränder von Rotweingläsern zeugen von ernsten Gesprächen, romantische Wachsreste niedergebrannter Kerzen von Abenden, die man nicht vergisst. Mit jeder Macke, jedem Kratzer, jedem umgeschütteten Glas und jedem Wachsfleck gewinnt ein robuster Holztisch mehr an Charakter.

Auch wenn Familien heute immer weniger Zeit gemeinsam am Tisch verbringen, bleibt er ein zentrales Möbelstück. Véronique Witzigmann, die Tochter von Deutschlands erstem Sternekoch Eckart Witzigmann, plädiert in ihrem schön zu lesenden Buch "Rettet die Tafelrunde" für ein Comeback der familiären Tischkultur.

Ihr Fazit: Der Esstisch ist der Mittelpunkt des Familienlebens und durch nichts zu ersetzen. Hier wird gegessen, diskutiert, gearbeitet, gebastelt und gespielt. Vorbei sind die Zeiten, als man sich mit Gästen nach dem Essen aufs Sofa verzog. Heute bleibt man zumeist nach dem Essen sitzen, plaudert und diskutiert. Trotzdem führen viele Tische im Raum eher ein Randdasein. Dabei geht der Trend ganz klar dazu, den Tisch zum Mittelpunkt des Raumes zu machen. Denn ein qualitativ hochwertiger Holztisch vom Schreiner, der auch mal Generationen überdauert, muss keineswegs langweilig oder altmodisch sein.

Schreiner können einen Holztisch mit modernen Elementen wie Stahlkanten, Edelstahlbeinen oder Glaseinsätzen zu einem echten Hingucker machen.

Natürlich sollte ein Tisch nicht nur schön, sondern auch praktisch sein. Und hier beginnen die Überlegungen. Wie viele Personen sollen täglich am Tisch Platz finden? Wie viele können es sein, wenn einmal Besuch kommt? Im Trend liegen derzeit große eckige Tische mit stabilen Beinen.

Wer den Platz nicht hat, nimmt gerne auch einen Tisch zum Ausziehen oder Ausklappen. Hauptsache, die ganze Familie mit Freunden hat Platz. Für gesellige Runden sind runde oder ovale Tische zu empfehlen. Die Kreisform fördert das Gespräch. Außerdem gibt es keine Ecken, an denen Kinder und Erwachsene oft schmerzhaft hängen bleiben. Und zur Not lässt sich an einem ovalen Tisch noch immer ein zusätzlicher Stuhl dazwischen quetschen.

Individuell anpassbar

Vorteil für den Schreiner: Er kann den Tisch ganz individuell auf die Gegebenheiten im Esszimmer zuschneiden - ob rund, oval oder eckig. Mindestens ebenso wichtig ist die Wahl der richtigen Tischplatte. Glas oder Edelstahl sieht zwar schön und modern aus, ist aber nur in Single-Haushalten wirklich praktisch. Wer Kinder hat oder häufig Besuch bekommt, kommt bei einem solchen Tisch mit dem Wegputzen der Fingertapser nicht nach.

Ein Holztisch mit solider oder furnierter Platte verzeiht dagegen fast alles. Was er nicht wegsteckt, bewahrt er, um irgendwann einmal seine Geschichte zu erzählen.
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