Ein Streit, der sich oft entzündet - Raucher vor Gericht

Der Düsseldorfer Friedhelm Adolfs ließ zum Leidwesen seiner Nachbarn jahrelang Qualm in den Hausflur ziehen, lüftete schlecht und leerte seine Aschenbecher nicht. Das Amtsgericht Düsseldorf bestätigte 2013 die fristlose Kündigung des damals 75-Jährigen. Auch das Landgericht erklärte diese im Juni 2014 für rechtmäßig. Nun soll der Bundesgerichtshof klären, ob es bei der Zwangsräumung bleibt.

Das Amtsgericht Frankfurt/Main verbot 2013 einem Wohnungsbesitzer das Rauchen auf einem Balkon, der unter dem Schlafzimmerfenster des Klägers liegt. Dieser hatte argumentiert, der Rauch beeinträchtige seinen guten Schlaf.

Bereits 1997 gestand das Amtsgericht Stuttgart einer Familie wegen der Belästigung durch Tabakrauch im Haus eine Mietminderung um 20 Prozent zu, sah darin aber keinen Grund für eine fristlose Kündigung des Mietvertrags. Im Berufungsverfahren entschied das Landgericht: Werde der Mangel nicht beseitigt, sei eine Kündigung rechtens. (dpa)
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