Eine Frage der Frequenz

"Bei uns ist das etwas anderes als in Amberg", das gab Gemeinderätin Veronika Frenzel (SPD) in Sachen öffentliche Toilette zu bedenken: In der Nachbarstadt halte man sich sicher länger zum Einkaufen auf. "In Kümmersbruck ist man auch schnell wieder zu Hause." Ganz abgesehen davon, dass öffentliche WC-Anlagen eigentlich immer hässlich seien. "Da geht man doch nur hin, wenn man muss." Insofern stelle sie sich die Frage, "ob sich eine öffentliche Toilette im ländlichen Raum wirklich rentiert". Frenzel plädierte deshalb für die Idee ihres Fraktionskollegen Werner Cermak, die Wirte anzusprechen.

Cermak hatte seinen Antrag, die Aktion "nette Toilette" in Erwägung zu ziehen, bewusst jetzt gestellt - "bevor wir eine öffentliche Toilette" bauen. Bauamtsleiter Werner Bauriedl betonte, WCs in Gaststätten müssten "während des Tags immer wieder gereinigt werden: Wenn da mehr Frequenz herrscht, ist das schon problematisch".

Das Problem in Kümmersbruck sei, "dass wir viele Thekengeschäfte haben", merkte 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm (CSU) an - mit Kunden, aber ohne eigene Sanitäranlagen für sie. "Und ich glaube nicht, dass für die Wirte etwas touristisch hängenbleibt", wenn sie ihre WCs für alle öffneten. (eik)
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