Eine Scheibeninspektion im Kfz-Meisterbetrieb kann gefährliche Macken aufdecken
Glasschäden nicht aussitzen

Glasschäden am Auto seien gar kein Problem und im Handumdrehen aus der Welt zu schaffen - heißt es oft. Doch in der Realität sieht dies nicht immer so einfach aus. So weist Kfz-Experte Oliver Schönfeld darauf hin, dass Ausbesserungen im Sichtfeld des Fahrers auf keinen Fall zulässig seien. Bei ungünstigen Sichtverhältnissen sei das Sicherheitsrisiko in diesem Bereich zu groß - es müsse in jedem Fall eine neue Scheibe eingebaut werden.

Abwarten nach der Devise "Wird schon halten bis zum nächsten Werkstattbesuch" sollte man bei Macken oder Rissen in der Scheibe keinesfalls. Durch starke Erschütterungen können sich die Risse vergrößern, zum Reißen der Scheibe führen und sogar die Funktion von Airbags beeinträchtigen.

Bei Steinschlagschäden im Sichtfeld oder bei Rissen in der Frontscheibe kann der Prüfer bei der nächsten Hauptuntersuchung sogar die Plakette verweigern.

Im Rahmen einer Scheibeninspektion inspizieren die Fachleute die Scheibe auf Kratzer und kleine Steinschläge und klären, ob eine Reparatur möglich oder ob ein Austausch der Scheibe erforderlich ist.

Kleine Steinschlagreparaturen sind bei den meisten Kraftfahrzeug-Versicherungen kostenlos, beim Scheibentausch ist je nach Vertrag mit einem kleinen Eigenanteil bei Teil- oder Vollkasko zu rechnen.

Um Klärung und Abrechnung mit der Versicherung muss sich der Autobesitzer in der Regel nicht kümmern, den "Papierkrieg" erledigt die Kfz-Werkstatt für ihn. (djd)
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