Einen Führungswechsel gab es bei der Feuerwehr Traßlberg: Nicht ganz 30 Jahre lang war Günter Pirkl als 2. und 1. Kommandant tätig, ihn löst nun Max Rösch ab. Zum neuen Vorsitzenden wurde Christian Beck gewählt.
Frische Kräfte an der Spitze

(gfr) In seinem letzten Bericht als Vorsitzender des Feuerwehrvereins wies Wallner auf Neujahrsempfang der Gemeinde, Winterwanderung und Preisschafkopf hin. Als wirklich gelungen bezeichnete er das Sommerfest. Zwei abwechslungsreiche Tage bot der Ausflug nach Meckenheim/Pfalz. Die Feuerwehr beteiligte sich am Bürgerschießen. Fest im Jahresprogramm verwurzelt sind Kameradschaftsabend und Dorfadvent. Dem Feuerwehrverein gehören 214 Mitglieder an, davon 85 Aktive.

Nach 25 Jahren stehe er für den Vereinsvorsitz nicht mehr zur Verfügung, erklärte Helmut Wallner. Sein Dank galt allen, die mit ihm über Jahre zusammengearbeitet haben und auf die er sich immer verlassen konnte. In seine Amtszeit seien die 100-Jahr-Feier und der Neubau des Gerätehauses, bei dem die Mitglieder über 13 000 Arbeitsstunden geleistet hätten, gefallen. Stolz sei er, so Wallner, dass er auch 130 Mitglieder in den Verein habe aufnehmen können.

Insgesamt 19 Einsätze

Auch für Günter Pirkl war es der letzte Kommandanten-Rechenschaftsbericht, denn er stellte sich nach fast 30 Jahren Amtszeit ebenfalls nicht mehr zur Wahl. 84 Aktive zählt die Feuerwehr Traßlberg, die im vergangenen Jahr zu 19 Einsätzen gerufen wurden, darunter fünf Brände, ein Verkehrsunfall, sechs technische Hilfeleistungen und zwei Verkehrsabsicherungen; und auch fünf Fehlalarme gab es.

Pirkl unterstrich, dass die aktiven Feuerwehrleute Übungen und Lehrgängen wahrgenommen und Prüfungen abgelegt hätten. Über 2500 Kilometer seien mit Mehrzweck- und Löschgruppen- sowie dem Tanklöschfahrzeug gefahren worden. Für 2015 sei der Kauf eines neues TLF 3000 vorgesehen, die Ausschreibung sei in Arbeit. Außerdem stehe die Auslieferung der neuen Digitalfunkgeräte an. In seinen 15 Kommandanten-Jahren seien über 300 Einsätze abgearbeitet worden, betonte Günter Pirkl. Aufregende, aber auch traurige Stunden habe es gegeben und immer habe er sich auf seine Aktiven verlassen können.

Auf den Großbrand vor wenigen Tagen in Lintach wies Kreisbrandrat Fredi Weiß hin. Dabei habe es sich wieder einmal gezeigt, dass gut ausgebildete Feuerwehrleute auch technisch gut aufgestellt sein müssten, um derartige Brände bekämpfen zu können. Immer schwieriger werde es für die Aktiven, den Feuerwehrdienst mit Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Am Rande erwähnte Weiß, dass es in Lintach Probleme gegeben hätte, wenn das Feuer tagsüber ausgebrochen wäre. Denn dann wären die meisten Feuerwehrleute ihrer beruflichen Tätigkeit nachgegangen und nicht so schnell erreichbar gewesen.

Namens der Gemeinde Poppenricht sprach Bürgermeister Franz Birkl den Feuerwehrleuten Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Vereinsvorstand und Kommandant hätten ehrenamtlich über Jahre Verantwortung getragen.

Pfarrer Dominik Mitterer lobte die Jugendarbeit in der Feuerwehr, die sich sogar bis zu seinen Ministranten fortsetze. Für die Statistik wünsche er der Feuerwehr viele Einsätze, jedoch keinen, bei dem das Leben eines Feuerwehrmannes gefährdet sei.

2015 einiges los

Für 2015 kündigte Helmut Wallner wieder Winterwanderung und Preisschafkopf an, außerdem am 10. Mai in Illschwang die 125-Jahr-Feier der Feuerwehr und das Jubiläum 50 Jahre Sportverein Illschwang. Für 17. Mai ist das Sommerfest geplant, für 7. bis 10. August die Kirchweih in Traßlberg und für 19. September das Weinfest. Gedenkgottesdienst und Kameradschaftsabend sind am 7. November, der Dorfadvent am 5. Dezember.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.