Einführung bleibt Sache der örtlichen Verkehrsbehörden
"Jein" zu Tempo 30

Die Verkehrsminister von Bund und Ländern sind sich einig: An Kitas, Schulen und Altenheimen an innerstädtischen Hauptstraßen soll es mehr Tempo-30-Zonen geben. "An diesen Stellen passieren die meisten Unfälle, da gibt es die meisten Toten", sagte Baden-Württembergs Ressortleiter Winfried Hermann (Grüne) am Freitag zum Abschluss der Konferenz in Rostock. "Viele Eltern, viele Menschen und viele Kommunalpolitiker werden sehr erleichtert sein." Er betonte jedoch, dass die Umsetzung noch ganz am Anfang stehe. Die Einigung solle so schnell wie möglich in die Straßenverkehrsordnung eingearbeitet werden, sagte Staatssekretär Rainer Bomba. Die Einführung soll aber an die Einschätzung der örtlichen Verkehrsbehörden geknüpft bleiben.

Während Kinderschutz-, Umwelt- und Radfahrer-Verbände ein generelles Tempolimit von 30 Kilometer pro Stunde innerorts forderten, sprachen sich ADAC und der Deutsche Städte- und Gemeindebund dagegen aus. Tempo 30 in geschlossenen Ortschaften als Regelfall einzuführen, sei "eine unnötige Gängelung der Bürger", so Städtebund-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg.
Weitere Beiträge zu den Themen: Weltgeschehen (20753)April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.