Einsatz auf der Baustelle

Das neu erbaute Feuerwehrhaus der Großkonreuther Floriansjünger wurde komplett in Eigenleistung errichtet, auch Dank der vielen Unternehmen und Firmen vor Ort, die allesamt Mitglieder der Wehr sind. Bild: wg

Feuerwehrler müssen zupacken können. Das tun sie auch, wenn es darum geht, ein neues Gerätehaus zu bauen. 6500 Stunden Eigenleistung bringen die Großkonreuther zusammen. Das wird gefeiert.

Drei Tage lang lassen es die Brandschützer so richtig "krachen". Von Freitag, 3. Oktober, bis Sonntag, 5. Oktober, wollen sie die offizielle Einweihung mit der gesamten Bevölkerung feiern. Der Freitag gehört dabei traditionell eher der Jugend, am Samstag gibt es einen Bayerischen Abend und am Sonntag dann nach der Segnung einen Weißwurstfrühschoppen, ein Kinderprogramm am Nachmittag und ganztägigem Festbetrieb.

Der Neubau war notwendig geworden, weil nach einem Wasserrohrbruch das Kellergeschoss überschwemmt war. Nach einem anfänglichen Sanierungsversuch stellte sich ein wirtschaftlicher Totalschaden heraus. Der Kostenvoranschlag belief sich auf 319 000 Euro. Gelder aus der Versicherungssumme, Zuschüsse der Regierung und der Gemeinde, die außerdem das Grundstück und das Bauholz zur Verfügung stellte machten die Finanzierung erst möglich. Dank sagt die Feuerwehr aber auch den örtlichen Unternehmen und beteiligten Firmen für ihre Spenden.

Einen beträchtlichen Teil müssen die Floriansjünger aus ihrem Eigenkapital berappen. 6500 Stunden an Eigenleistung haben sie erbracht. "Es fallen nur die Materialkosten an", erzählt Vorsitzender Walter Frank, der zusammen mit der Firma Bäuml auch die Bauleitung übernommen hatte. Entstanden ist ein modernes Feuerwehrhaus, das nach den neuesten energetischen Erkenntnissen errichtet wurde.

Auf 350 Quadratmeter - verteilt auf zwei Stockwerke - sind die Fahrzeughalle, eine Teeküche, ein Schulungsraum, sanitäre Anlagen, ein Büro, ein Jugend-, ein Technik- und ein Lagerraum entstanden. Die obere Etage ist barrierefrei zu erreichen. Geheizt wird mit Fernwärme, die die Wehr von der Hackschnitzelheizung der Schule geliefert bekommt. Ein Blickfang ist die große Terrasse aus Holz. Vor dem Feuerwehrhaus steht ein großer Felsbrocken, den ein Brandschützer ziert. Derzeit laufen die Arbeiten auf Hochtouren, um noch die letzten Arbeiten bis zur Einweihung fertig zu stellen.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2014 (8406)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.